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Europäische Währungsintegration - Kleine Chronik 1950 - 1998

19. September 1950

Europäische Zahlungsunion rückwirkend zum 1. Juli 1950 errichtet. Ziel: Konvertibilität der europäischen Währungen.

15. März 1957

Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) errichtet. Ziel: Gemeinsamer Markt.

29. Oktober 1962

Europäische Kommission schlägt Wirtschafts- und Währungsunion vor. Grundlage: Van Campen-Bericht.

1./2. Dezember 1969

EWG-Staats- und Regierungschefs sehen die stufenweise Errichtung einer Wirtschafts- und Währungsunion vor. Bericht der Werner-Gruppe vom 8. Oktober 1970 schlägt Errichtung in drei Stufen vor.

24. April 1972

Als konkretes Ergebnis dieser Beratungen tritt der Europäische Wechselkursverbund (EWV) in Kraft.

5. Dezember 1978

Errichtung des Europäischen Währungssystems (EWS) beschlossen (ab 13. März 1979 in Kraft). Wie der EWV ein System fester, aber veränderbarer Wechselkurse.

17./28. Februar 1986

Einheitliche Europäische Akte beschlossen (ab 1. Juli 1987 in Kraft). Sieht bis 31. Dezember 1992 die Vollendung des europäischen Binnenmarktes vor.

27./28. Juni 1988

Europäischer Rat setzt Delors-Ausschuss mit Auftrag ein, Vorschläge zur stufenweisen Errichtung einer Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) zu machen. Delors-Bericht am 17. April 1989: Drei Stufen-Plan.

1. Juli 1990

Erste Stufe der WWU beginnt: Liberalisierung des Kapitalverkehrs.

9./10. Dezember 1991

Staats- und Regierungschefs verständigen sich in Maastricht auf den Vertrag über die Europäische Union (am 7. Februar 1992 unterzeichnet, am 1. November 1993 in Kraft getreten). Er enthält die Bestimmungen für die zweite und dritte Stufe der WWU, das Statut des künftigen Europäischen Systems der Zentralbanken (bestehend aus der Europäischen Zentralbank und den nationalen Zentralbanken der Mitgliedstaaten) und die Eintrittskriterien in die Währungsunion.

16. September 1992 / 2. August 1993

Krisen im EWS.

1. Januar 1994

Zweite Stufe der WWU beginnt. Konvergenzprozess intensiviert. Europäisches Währungsinstitut errichtet.

15./16. Dezember 1995

Europäischer Rat legt Namen für die neue, gemeinsame Währung fest: Euro.

17. Juni 1997

Europäischer Rat beschließt „Stabilitäts- und Wachstumspakt“. Der Pakt soll eine stabilitätsverträgliche Finanzpolitik der Mitgliedsländer nach Eintritt in die Währungsunion sichern.

2. Mai 1998

Europäischer Rat stellt für 11 Mitgliedsstaaten Erfüllung der Konvergenzkriterien und Euro-Tauglichkeit fest.

1. Juni 1998

Europäische Zentralbank (EZB) und Europäisches System der Zentralbanken (ESZB) errichtet. EZB-Rat legt am 13. Oktober 1998 die geldpolitische Strategie für das Eurosystem fest; mit dem Begriff „Eurosystem“ bezeichnet er ab November 1998 die EZB und die Zentralbanken derjenigen Länder, die den Euro eingeführt haben.

31. Dezember 1998

Umrechnungskurse zwischen dem Euro und den ausländischen Mitgliedswährungen werden unwiderruflich festgelegt.

 

 

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