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Europäische Währungsunion (EWU) - Kleine Chronik 1999 - 2009

1. Januar 1999

Mit Beginn der 3. Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (im deutschen Sprachgebrauch: Errichtung der Europäischen Währungsunion, EWU) wird der Euro als gemeinsame Währung in 11 EU-Staaten eingeführt.

1999 - 2001

Schwacher Außenwert des Euro.

8. April 1999

EZB-Rat senkt Leitzins.

26. September 1999

Goldabkommen zwischen EZB und 14 nationalen europäischen Zentralbanken, am 8. März 2004 erneuert.

4. November 1999 - 6. Oktober 2000

EZB-Rat hebt Leitzins in mehreren Schritten an.

23./24. März 2000

Europäischer Rat beschließt die „Lissabon-Strategie“.

1. Januar 2001

Griechenland führt den Euro ein.

11. Mai 2001 - 6. Juni 2003

EZB-Rat senkt in mehreren Schritten den Leitzins, u. a. am 17. September 2001 in Reaktion auf die Terroranschläge auf die USA am 11. September.

1. Januar 2002

Euro reibungslos als Bargeld eingeführt.

Frühjahr 2002 - 2008

Anstieg des Eurokurses gegen den Dollar.

21. März 2003

Europäischer Rat beschließt neues Abstimmungsverfahren des EZB-Rats für den Fall, dass die Zahl der Gouverneure der nationalen Zentralbanken 15 überschreitet.

8. Mai 2003

EZB-Rat bestätigt seine geldpolitische „Zwei-Säulen-Strategie“ und präzisiert die Rolle der Geldmenge bei den zinspolitischen Entscheidungen.

22./23. März 2005

Europäischer Rat billigt die vom ECOFIN-Rat vorgeschlagene Flexibilisierung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes.

1. Dezember 2005 - 8. Juni 2007

EZB-Rat hebt in mehreren Schritten den Leitzins an.

1. Januar 2007

Slowenien führt den Euro ein.

Sommer 2007 / Januar 2008

Eurosystem stellt in Reaktion auf die aus den USA herüberschwappenden Finanzmarktturbulenzen den Banken – ohne Änderung des Leitzinses – zusätzliche Liquidität zur Verfügung.

19. November 2007

Eurosystem startet für den Großbetragszahlungsverkehr TARGET 2, ein Gemeinschaftssystem mit einheitlichem Leistungsangebot; Zahlungen werden über eine einheitliche technische Plattform abgewickelt.

13. Dezember 2007

Vertrag von Lissabon zur Reform der Europäischen Union. Preisstabilität weiterhin Ziel der EU; Bestimmungen zur WWU bleiben weitestgehend unverändert.

1. Januar 2008

Malta und Zypern führen den Euro ein.

28. Januar 2008

Europäisches Kreditgewerbe startet die stufenweise Errichtung des Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA; Single Euro Payments Area), die insb. von der Bundesbank aktiv operativ unterstützt wird.

3. Juli 2008

EZB-Rat hebt den Leitzins an.

Oktober 2008

EZB – Rat beschließt weitere Maßnahmen, um die Liquidität der Banken zu erhöhen.

5. Oktober 2008

Die Bundesregierung garantiert Spareinlagen in Deutschland in unbeschränkter Höhe. Am 7. Oktober erhöht die EU die gesetzliche Einlagensicherung für Spareinlagen von 20.000 auf 50.000 Euro.

8. Oktober 2008 - 15. Januar 2009

EZB - Rat senkt in vier Schritten den Leitzinssatz von 4,25% auf 2,0%.

12. Oktober 2008

Die 15 Euro–Staaten und Großbritannien einigen sich mit EZB und EU–Kommission darauf, den Finanzinstituten staatliche Hilfen einzuräumen. Mehrere Länder legen nationale Programme auf; die Bundesregierung errichtet den von der Bundesbank operativ unterstützten „Sonderfonds Finanzmarktstabilsierung“.

1. Januar 2009

Die Slowakei führt den Euro ein.

 

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