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Liquiditätsrisikomanagement

Praxis des Liquiditätsrisikomanagements in ausgewählten deutschen Kreditinstituten

Im Jahr 2000 hat der Baseler Ausschuss Grundprinzipien des Liquiditätsrisikomanagements veröffentlicht (vgl. BCBS (2000)). Wenngleich diese Leitlinien auch heute noch von den meisten Kreditinstituten bei der Implementierung ihres Liquiditätsrisikomanagements berücksichtigt werden und immer noch als "good practice" angesehen werden können, haben sich die Rahmenbedingungen für die Liquiditätssteuerung der Banken seitdem grundlegend verändert.

Nicht nur strukturelle Veränderungen der Finanzmärkte machen effizientere und effektivere Risikomanagementansätze notwendig. Auch Änderungen im Verhalten der Marktakteure, der Komplexitätszuwachs der Finanzbeziehungen allgemein, Produktinnovationen sowie technische Neuerungen z. B. bei Handels-, Abwicklungs- und Zahlungsverkehrssystemen und die zunehmende Geschwindigkeit und Volatilität der Zahlungsströme erfordern eine Anpassung des Risikomanagements der Banken.

Sowohl die Bankaufsichtsbehörden als auch die Finanzindustrie selbst messen einem effizienten und zuverlässigen Risikomanagement des Liquiditätsrisikos eine zunehmende Bedeutung bei. Viele Institute managen bereits heute das Liquiditätsrisiko auf der Grundlage komplexer interner Risikomess- und -steuerungsverfahren, die in der Regel über die aufsichtsrechtlichen Meldeanforderungen hinausgehen.

Die Deutsche Bundesbank und die BaFin haben im Laufe des Jahres 2007 die Praxis des Liquiditätsrisikomanagements ausgewählter deutscher Kreditinstitute untersucht. Das vorliegende "Range-of-Practices" Papier gibt in anonymisierter Form einen Überblick über die wesentlichen Elemente des Liquiditätsrisikomanagements der größten in Deutschland tätigen Banken (-gruppen).