Navigation und Service

Deutsche Bundesbank (zur Startseite)

Research

Studie des Baseler Ausschusses zur Validierung von internen Ratingsystemen

Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) vom Juni 2004 sieht vor, dass die Banken in den IRB-Ansätzen Kreditrisikoparameter (z.B. Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlustquote bei Ausfall) selbst schätzen. Die Banken sind verpflichtet, ihre Ratingsysteme selbst zu validieren, und werden dabei durch die Bankenaufsicht lediglich überwacht. Während interne Ratingsysteme zur Messung des individuellen Kreditausfallrisikos methodisch bereits relativ weit entwickelt sind, besteht bei Methodenfragen zur Validierung und Performancemessung dieser Modelle noch ein erheblicher Forschungsbedarf.

Im Juni 2002 wurde daher vom Baseler Ausschuss eine "Validation Group" als Untergruppe der "Research Task Force" gegründet und von einem Mitarbeiter des Zentralbereichs Banken und Finanzaufsicht geleitet. Die Kernaufgabe der "Validation Group" bestand zunächst darin, sich einen Überblick über die in der Praxis verwendeten Ratingsysteme und deren Validierung zu verschaffen sowie eine gemeinsame Terminologie für den Problemkreis Validierung festzulegen. Darüber hinaus lieferte die Arbeitsgruppe eigene Beiträge zur Weiterentwicklung von quantitativen Validierungsmethoden und entwickelte Prinzipien für eine qualitative Validierung.

Erste Ergebnisse der Baseler Validierungsgruppe wurden im Aufsatz "Validierungsansätze für interne Ratingsysteme" im Monatsbericht September 2003 der Bundesbank veröffentlicht. Im Dezember 2004 legte die Arbeitsgruppe dem Baseler Ausschuss ihren Abschlussbericht vor, der im Februar 2005 veröffentlicht wurde.