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G20

Die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) ist heute als das Hauptforum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit anzusehen und steht damit im Zentrum der multilateralen Finanzdiplomatie. Die G20 beschäftigt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1999 vorrangig mit der Bewältigung von Finanzkrisen, aber auch mit der Förderung eines robusten und nachhaltigen Weltwirtschaftswachstums sowie mit der Weiterentwicklung der Bretton-Woods-Institutionen (Weltbank und IWF). Seit 2008 kommt die G20 regelmäßig auch auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs zusammen. Die Gruppe gab unter dem Eindruck der globalen Finanzkrise eine umfassende Reform der Finanzmarktregulierung in den Mitgliedsländern in Auftrag. Die Einzelmaßnahmen werden von den nationalen und internationalen Institutionen und Gremien sukzessive abgearbeitet. Der Finanzstabilitätsrat (FSB) überwacht Fortschritte bei der Umsetzung, identifiziert weitere Risiken für die Finanzsysteme und entsprechenden Handlungsbedarf und berichtet an die G20. Zudem hat die G20 ein Rahmenwerk für robustes, nachhaltiges und ausgeglichenes Wachstum aufgestellt, mit dem unter anderem die weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte angegangen werden sollen.

Mitglieder sind insgesamt 19 Länder - die G7-Staaten und weitere 12 große, systemisch bedeutsame Länder - sowie die EU. Der Vorsitz wechselt jährlich. Die Bundesregierung und die Bundesbank sind jeweils eigenständiges Mitglied der G20 und arbeiten dabei eng zusammen. In die betreffenden Abstimmungsprozesse in der EU und im Eurosystem ist die Bundesbank ebenfalls einbezogen.

Liste der Vorsitzländer seit 2009
  • 2009 Vereinigtes Königreich
  • 2010 Südkorea
  • 2011 Frankreich
  • 2012 Mexiko
  • 2013 Russland
  • 2014 Australien
  • 2015 Türkei
  • 2016 China
  • 2017 Deutschland