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Internationale Zusammenarbeit

In zahlreichen europäischen und internationalen Gremien und Organisationen werden Fragen der Finanzstabilität sowie des Finanz- und Währungssystems analysiert und entsprechende Politikmaßnahmen abgestimmt. Die Bundesbank bringt dort ihre Expertise und Positionen ein.

Auf EU-Ebene sind der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) und das Financial Stability Committee (FSC) die wichtigsten Gremien auf dem Gebiet der makroprudenziellen Aufsicht. Die politische Zusammenarbeit in der EU auf dem Gebiet der Finanz- und Währungsstabilität findet im Rat der Finanzminister (ECOFIN), zum Teil unter informeller Beratung mit den Notenbanken statt und im Wirtschafts- und Finanzausschuss (WFA), in dem die Zentralbanken vertreten sind.

Der Finanzstabilitätsrat (FSB) ist ein internationales Forum zur Identifizierung und Beseitigung von Schwachstellen im internationalen Finanzsystem und zur Zusammenarbeit in Aufsichts- und Regulierungsfragen. Für Notenbanken von besonderer Bedeutung sind die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel und die bei ihr angesiedelten Foren und Ausschüsse, darunter auch der Ausschuss für das weltweite Finanzsystem (CGFS).

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist die zentrale Organisation für die internationale Zusammenarbeit in der Währungs- und Finanzpolitik. Die Überwachung und Stabilisierung des Weltwährungssystems zählt seit jeher zu seinen Kernaufgaben. Unter dem Eindruck der Finanzkrise hat der IWF 2012 zudem die Grundlagen seiner Überwachungstätigkeit angepasst und in diesem Zusammenhang die Finanzsektorüberwachung verstärkt unter anderem mit Blick auf die Wechselwirkung von makroökonomischer Politik und Finanzsystemstabilität.

Die Stärkung der Finanzsektoren in den Schwellen- und Entwicklungsländern gehört zum Förderauftrag der multilateralen Entwicklungsbanken (MDBs). Hinzu kommt die informelle Zusammenarbeit in wichtigen Ländergruppen, vor allem in der G20 und der G7, die sich mit der Stabilität des Währungssystems, der Finanzstabilität und mit globalen Anpassungsprozessen befassen.