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Aufgaben des Eurosystems

Das vorrangige Ziel des Eurosystems ist nach dem EG-Vertrag ("Maastricht-Vertrag"), die Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten. Soweit es ohne Beeinträchtigung dieses Ziels möglich ist, hat das Eurosystem die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Gemeinschaft zu unterstützen. Es ist damit vorrangig dem Ziel der Preisstabilität verpflichtet. Der EZB-Rat, als oberstes Entscheidungsorgan des Eurosystems, hat diese gesetzliche Vorgabe durch eine weitergehende Definition präzisiert: "Preisstabilität wird definiert als Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für das Euro-Währungsgebiet von unter, aber nahe 2% gegenüber dem Vorjahr." Der EZB-Rat entschloss sich zu dieser quantitativen Definition von Preisstabilität, um nicht nur die Geldpolitik des Eurosystems transparenter zu machen, sondern auch um einen klar nachvollziehbaren Maßstab zu geben, an dem die Preisstabilität gemessen werden kann. Außerdem bildet diese Definition eine Orientierungshilfe bei der Bildung von Erwartungen hinsichtlich der künftigen Preisentwicklung.

Grundlegende Aufgaben des Eurosystems

  • Festlegen und Ausführen der Geldpolitik
  • Durchführen von Devisengeschäften
  • Förderung des reibungslosen Funktionierens der Zahlungssysteme
  • Halten und Verwalten der Währungsreserven der teilnehmenden EU-Mitgliedsstaaten

Weitere Aufgaben des Eurosystems

  • Beratende Funktionen
  • Erhebung und Aufbereitung von Statistiken
  • Beitrag zur Stabilität des Finanzsystems
  • Bankenaufsicht (seit November 2014)
  • Ausgabe von Euro-Banknoten und Gewährleistung ihrer Fälschungssicherheit
  • Internationale Zusammenarbeit

Die Bundesbank im ESZB und im Eurosystem

Die Deutsche Bundesbank ist als Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland neben den übrigen nationalen Zentralbanken Mitglied sowohl im ESZB als auch im Eurosystem. Sie ist an keinerlei Weisungen gebunden, insbesondere auch nicht an Weisungen der Bundesregierung oder der EU-Kommission oder ähnlicher Institutionen. Da dies für alle Mitglieder des EZB-Rats gilt, ist dieses Gremium bei der Gestaltung der Geldpolitik "politisch unabhängig". Darin spiegelt sich die historische Erfahrung, dass die Politik gelegentlich in Versuchung gerät, Einfluss auf die Geldpolitik zu nehmen, um beispielsweise Wahlerfolge zu erzielen. Oft sind solche Einflussnahmen jedoch mit einer stabilitätsorientierten Geldpolitik nicht vereinbar.

Die Bundesbank setzt die geldpolitischen Beschlüsse des EZB-Rats in Deutschland um, indem sie Banken zu den aktuellen Notenbankzinssätzen mit Zentralbankgeld versorgt. Auch gibt sie die Banknoten in Deutschland aus. Darüber hinaus ist sie an der Bankenaufsicht beteiligt, arbeitet für ein stabiles Finanz- und Währungssystem, sorgt für einen reibungslosen bargeldlosen Zahlungsverkehr und verwaltet die deutschen Währungsreserven. Als "Hausbank" des Staates bringt sie für ihn Münzen in Umlauf und übernimmt für die öffentlichen Haushalte im Geld- und Wertpapierverkehr Kontoführung und Abwicklung.

Ausführliche Informationen zu den Kerngeschäftsfeldern der Deutschen Bundesbank finden Sie unter der Navigation Bundesbank - Aufgaben und Organisation.

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