Volles Haus zur „Nacht der Museen“
Rund 2000 Gäste haben am Samstag bei der diesjährigen „Nacht der Museen“ das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt besucht. Bis weit nach Mitternacht nahmen die Gäste das Angebot wahr, sich über Themen wie die Geschichte von Zahlungsmitteln, Falschgeld und den neuen Fünf-Euro-Schein zu informieren. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Band „Celebration“ sowie die Jazz- und Popsängerin Menna Mulugeta.
Dass es um Geld geht, war für die Besucher schon von Weitem sichtbar: Mit Hilfe zweier Projektoren warfen die Veranstalter großflächige Bilder von Münzen und Geldscheinen sowie Zitate zur Geldgeschichte auf die Fassade des Museums.
Der große Andrang zeigte: Geld ist ein Thema, das alle interessiert. Und es muss noch nicht einmal echt sein, um eine besondere Faszination auf die Besucher auszuüben. Im Gegenteil: „Wir sind vor allem wegen des Falschgelds da, das hier ausgestellt wird“, erzählten die Besucher Monika und Klaus Kappi, die extra aus dem Raum Limburg zur „Nacht der Museen“ gekommen und an diesem Abend zum ersten Mal im Geldmuseum waren. „Wir möchten wissen, wie man echtes Geld von Blüten unterscheiden kann.“
Aber auch die anderen Angebote faszinierten die Besucher. Bei thematischen Führungen konnten die Gäste auf einen Streifzug quer durch die Geldgeschichte gehen und sich über die Aufgaben der Bundesbank informieren. An verschiedenen Stationen machten Bundesbank-Mitarbeiter Geld auf eine unterhaltsame Weise begreifbar.
So mussten die Besucher beim Schreddergeld-Schätzspiel raten, wie viel die in feinste Schnipsel zerschnittenen Euro-Geldscheine in einem Glaskasten ursprünglich wert gewesen waren. „Das sind bestimmt eine Milliarde – oder zumindest 500 Millionen Euro“, tippte ein Besucher. Nach eingehender Beratung im Freundeskreis und nach Vergleichen mit den im Museumsshop angebotenen Schreddergeld-Paketen schrieb er am Ende dann doch einen deutlich niedrigeren Betrag auf die Teilnahmekarte. (Tatsächlich waren es mehr als eine Million, nämlich exakt 1.408.750,00 Euro.) Ein weiteres Quiz gab es zum einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA. Die Mitarbeiter der Bundesbank informierten hier die Besucher, was bei Überweisungen in Zukunft zu beachten ist.
Ein Erinnerungsstück in Form einer Medaille konnten all diejenigen mitnehmen, die an der Prägestation zum fünf Kilo schweren Vorschlaghammer gegriffen und – mit ordentlich Schwung – auf den Prägestempel gehauen hatten. „Ist gar nicht so schwer: Kurz anvisieren und dann einfach zuhauen“, erklärte Museumsbesucher Adriano Jäger, die Medaille in seiner Hand betrachtend. Großen Andrang gab es auch bei einem Informationsstand, an dem Mitarbeiter der Bundesbank den Besuchern erklärten, wie durch Spezialisten Banknoten geprüft werden, die durch Feuer, Nässe oder andere Einwirkung beschädigt wurden.
Freunde von Pop, Soul, Dance-Klassikern und aktueller Musik kamen bei den Auftritten der Sängerin Menna Mulugeta und der Band „Celebration“ auf ihre Kosten. Die Musiker wussten die Besucher der „Nacht der Museen“ mitzureißen und sorgten bis weit nach Mitternacht für Partystimmung im Geldmuseum.
