Navigation und Service

Deutsche Bundesbank (zur Startseite)

Malerei und Papierarbeiten

Blick in die 13. Etage der Bundesbank-Zentrale in Frankfurt am Main Die Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank ist über Jahrzehnte hin dezentral gewachsen und wird an unterschiedlichen Standorten präsentiert. Dabei tragen die unterschiedlichen Schwerpunkte in den zahlreichen Niederlassungen zur Vielfalt der Sammlung bei und erlauben den Besuchern jeweils besondere Entdeckungen.

So begegnet man in der Zentrale in Frankfurt am Main bekannten Positionen der gegenständlichen und abstrakten Malerei, wie beispielsweise Werken von Georg Baselitz,  Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, K.O. Götz, Karl Hofer, Jörg Immendorff, Ernst Wilhelm Nay oder Emil Schumacher. In Hamburg findet sich ein Konvolut von Gemälden Eduard Bargheers. Die Niederlassungen der Bundesbank im Osten Deutschlands stellen Künstler aus den neuen Bundesländern in den Vordergrund.

Karl Hofer, Die Sinnende, 1936

Aus heutiger Sicht wirkt „Die Sinnende“, obwohl 1936 entstanden, als zeichneten sich in dem Bildnis der jungen Frau bereits die fundamentalen Verwerfungen des folgenden Jahrzehntes ab.

Ida Kerkovius, Komposition, 1955

Ida Kerkovius, 1879 geboren, gehörte zur ersten Generation von Künstlerinnen, die, wenn auch unter schwierigen Bedingungen und gegen mancherlei Widerstände, eine professionelle Ausbildung erhielten und kontinuierlich einer künstlerischen Arbeit nachgehen konnten.

K. O. Götz, Jan. 1955, 1955

Karl Otto Götz, einziger deutscher Künstler der international besetzten Gruppe COBRA, war einer der wenigen, die versuchten, der abstrakten gestischen Malerei der Nachkriegszeit ein theoretisches Rückgrat und Öffentlichkeit zu verleihen.

Rupprecht Geiger, 429/65, 1965

Die erste Reaktion auf ein Bild von Rupprecht Geiger ist unmittelbar: Man wird von der Wucht der Farbe geradezu überwältigt. Denn dieses Rot, in das sich immer wieder Nuancen von Pink oder Orange mischen, erweckt zugleich Assoziationen an Gefahr und Leidenschaft.

Cornelia Schleime, Frau mit Hund, 1994/95

Eindringlich und auch etwas provokant blickt eine junge Frau mit ihrem Hund aus dem gezeichneten Medaillonrahmen. Offensichtlich von einer fotografischen Vorlage ausgehend, wirkt das Porträt vor allem durch die farbliche Verfremdung künstlich und wie aus der Zeit gefallen.

Thomas Scheibitz, Ohne Titel, 1995–96

Das Gefühl, in einer Welt voller austauschbarer Erlebnisse und gleichförmiger Biografien zu leben, ist eine zentrale Erfahrung der Moderne. Nicht nur, dass nahezu jede Region der Erde identische Konsummöglichkeiten und -angebote bereithält, eine expansive mediale Kommunikation hat zudem längst die Leitvorstellungen, Sehnsüchte, Wünsche und Träume der Menschen global normiert.