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Allgemeine Informationen

Seit ihrer Gründung im Jahr 1957 arbeitet die Deutsche Bundesbank mit anderen Notenbanken zusammen. Neben der engen Bindung zu den Zentralbanken der Europäischen Union, die seit 1999 im Europäischen System der Zentralbanken zusammengeschlossen sind, bestehen vielfältige Kontakte zu interessierten ausländischen Zentralbanken und Währungsbehörden. Im Rahmen der "Technischen Zentralbank-Kooperation (TZK)" bietet die Deutsche Bundesbank diesen Zentralbanken ein umfangreiches Angebot an Ausbildungs- und Beratungstätigkeiten an. Träger der Aktivitäten ist das zum 1. Juli 2005 gegründete Zentrum für Technische Zentralbank-Kooperation.

Anfang der 1990er Jahre nach der politischen Wende in Osteuropa und in der ehemaligen Sowjetunion entstand eine hohe Nachfrage nach TZK-Aktivitäten in dieser Region. Die neuen Staaten standen vor der Herausforderung, die Transformation von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft auch in ihrem Notenbankwesen umzusetzen. Der Ausbau marktwirtschaftlich orientierter Zentralbanksysteme stellt dabei einen entscheidenden Faktor im Reformprozess dar und trägt zur ökonomischen Stabilisierung dieser Länder bei.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen bilden die Staaten Osteuropas und der ehemaligen Sowjetunion weiterhin die Schwerpunktregion der TZK der Bundesbank. Darüber hinaus ist die Bundesbank aber auch verstärkt in den Wachstumsregionen Süd- und Südostasiens sowie -wenngleich auch in geringerem Umfang- in Afrika und Lateinamerika aktiv.

Die Technische Zentralbank-Kooperation wurde im Jahre 1991 innerhalb der damaligen Hauptabteilung "Ausland" der Bundesbank neu strukturiert. 1994 folgte die Gründung der Abteilung, die am 1. Juli 2005 in ein Zentrum umgewandelt wurde. Im Zentrum für Technische Zentralbank-Kooperation arbeiten über 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sämtliche TZK-Aktivitäten der Bundesbank werden hier gesteuert und koordiniert. Wurden 1992 noch 34 TZK-Aktivitäten mit 270 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt, so waren es 2015 bereits 240 Aktivitäten mit insgesamt 3431 Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus 98 Ländern. Dies zeigt, dass sich die Bundesbank auf dem Gebiet der Technischen Zentralbank-Kooperation international einen sehr guten Ruf erworben hat. Fachdozentinnen und Fachdozenten, die auf verschiedene Themengebiete spezialisiert sind, führen die Aktivitäten entweder selbst durch oder übernehmen die fachliche Abstimmung mit den jeweiligen Bundesbankexpertinnen bzw. –experten. Sie werden unterstützt von einem gut funktionierenden Team von Projektmanagerinnen und Projektmanagern, die die Anfragen der ausländischen Partner bearbeiten und die Aktivitäten organisieren. Das Zentrum greift dabei auf das gesamte in der Bundesbankzentrale in Frankfurt am Main, den Hauptverwaltungen und der Fachhochschule vorhandene fachliche Know-how zurück. In Zukunft wird aufgrund entsprechender Anfragen die Zusammenarbeit mit anderen deutschen Stellen und Institutionen intensiviert.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf der Aus- und Weiterbildung von leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralbanken sowie Projektberatungen. Ziel der Zusammenarbeit ist der Wissenstransfer und die Förderung des bei den Partnernotenbanken vorhandenen Mitarbeiterpotenzials. Auf diese Weise trägt die Bundesbank zur Stabilität marktwirtschaftlicher Ordnungen und des weltweiten Finanzsystems bei.

Das Spektrum an Ausbildungs- und Beratungsaktivitäten der Bundesbank ist sehr breit gefächert und orientiert sich an der Nachfrage der Partnernotenbanken. Thematisch deckt es das gesamte volkswirtschaftliche, betriebswirtschaftliche und rechtliche Instrumentarium des modernen Notenbankwesens sowie alle bankenaufsichtlichen Fragen ab. Die Bundesbank bietet einerseits Internationale Zentralbankkurse zu bestimmten notenbankrelevanten Themen im Inland an. Andererseits wird eine Vielzahl bilateraler Aktivitäten durchgeführt. Diese können die Form von Fachseminaren im Inland, von Beratungen und Fachseminaren in den Partnerländern vor Ort oder von Videokonferenzen haben – je nachdem wie in Übereinstimmung mit den Partnern eine größtmögliche Wirkung erzielt werden kann.

Da die neuen EU-Mitgliedsländer sowie die derzeitigen Beitrittskandidaten auf ihrem Weg zum Beitritt in die Eurozone, bzw. der EU strategische Partner der Bundesbank sind, engagiert sie sich seit dem Jahr 2004 auch in von der EU finanzierten Twinning-Projekten, die die Heranführung der Institutionen in diesen Ländern an EU-Standards zum Ziel haben. Außerdem beteiligt sich die Bundesbank an durch die EZB koordinierte und von der EU finanzierte Projekte, in denen neben der Bundesbank noch andere Zentralbanken des ESZB engagiert sind. Diese extern finanzierten Projekte werden ebenfalls im Zentrum für Technische Zentralbank-Kooperation koordiniert.

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Postanschrift

Deutsche Bundesbank
- TZK -

Postfach 100602
60006 Frankfurt am Main

Kontakt

Technische Zentralbank-Kooperation

069 9566-6605

069 9566-509250

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