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Elektronischer Massenzahlungsverkehr (EMZ)

Logo von Elektronischer Massenzahlungsverkehr (EMZ)

Die Bundesbank ist auch im Massenzahlungsverkehr operativ tätig und betreibt mit ihrem EMZ (Elektronischer Massenzahlungsverkehr) eine wichtige Clearingeinrichtung im Euroraum. Im Gegensatz zum Individualzahlungsverkehr strebt die Bundesbank im Massenzahlungsverkehr aber nur eine komplementäre Rolle an; dieses macht auch der vergleichsweise niedrige Marktanteil des EMZ von 15% - gemessen am gesamten unbaren Zahlungsverkehr in Deutschland - deutlich. Mit ihrer operativen Aktivität trägt die Bundesbank zur hohen Effizienz und Sicherheit sowie zu kurzen Laufzeiten im deutschen Zahlungsverkehr bei. Neben einem wettbewerbsneutralen Zugang für alle Kreditinstitute bietet sie - wegen der Kontoverbindung aller Banken zur Bundesbank - eine bundesweite Erreichbarkeit.

Beim EMZ handelt es sich um ein kostengünstiges System zur Abwicklung nicht eilbedürftiger Zahlungen. Der EMZ wurde von der Bundesbank Anfang der 70er Jahre eingeführt. Wesentliches Kennzeichen ist die Dateiorientierung bei der Ein- und Auslieferung sowie bei der Verarbeitung. Für die Ein- und Auslieferung von Zahlungen werden die beiden Kommunikationsverfahren SWIFTNet- FileAct und EBICS (Electronic Banking Internet Communication Standard) unterstützt. Rund 700 Kreditinstitute und sonstige Kontoinhaber der Bundesbank, beispielsweise öffentliche Verwaltungen, nutzen den EMZ und reichen arbeitstäglich rund 10 Millionen Aufträge (im Gegenwert von 8 Milliarden Euro) ein, die sich zu rund 40% auf Überweisungsaufträge und zu rund 60% auf Einzugsaufträge (Lastschriften und umgewandelte Schecks) aufteilen. Neben den günstigen Transaktionspreisen profitieren die Einreicher von der floatfreien Geldverrechnung. Durch die Bruttoabwicklung im EMZ ist ein Kreditrisiko für den Zahlungsempfänger ausgeschlossen.

Für die Teilnahme am Elektronischen Massenzahlungsverkehr (EMZ) gelten die "Verfahrensregeln der Deutschen Bundesbank zur Abwicklung von Dateien im DTA-Format per Datenfernübertragung (DFÜ) im Elektronischen Massenzahlungsverkehr (EMZ) – Verfahrensregeln EMZ"

Elektronischer Massenzahlungverkehr Clearing

Auch im EMZ-Verfahren kooperiert die Bundesbank mit der deutschen Kreditwirtschaft. So wird das Verfahren in enger Abstimmung mit der Kreditwirtschaft kontinuierlich verbessert.

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Zusatzinformationen

European Automated Clearing House Association, EACHA

Logo European Automated Clearing House Association, EACHA

Die Bundesbank ist Mitglied der Vereinigung europäischer Clearinghäuser (European Automated Clearing House Association, EACHA), die ursprünglich als formloser Zusammenschluss organisiert und Ende September 2006 nach belgischem Recht formalisiert wurde.

http://www.eacha.org/

Informationsblatt

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Der Elektronische Massenzahlungsverkehr (EMZ)

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