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AnaCredit

Statistische Verordnung zur mehrstufigen Einführung eines harmonisierten granularen Kreditmeldewesens auf ESZB-Ebene

Der EZB-Rat hat am 18. Mai 2016 die Verordnung zur Implementierung des granularen statistischen Kreditmeldewesens AnaCredit beschlossen. Diese tritt zum 31. Dezember 2017 in Kraft. AnaCredit steht für "Analytical Credit Datasets". Die flexibel auswertbaren Datenbestände sollen innerhalb des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) statistischen und bankaufsichtlichen Zwecken, aber auch der Finanzstabilität und Geldpolitik dienen. Mikro- und makroprudenzielle Analysen können auf Basis dieser Daten dazu beitragen, Risiken innerhalb des Finanzsystems frühzeitig zu identifizieren.

Gemäß der AnaCredit-Verordnung ("ECB Regulation on the collection of granular credit and credit risk data - AnaCredit") sind zunächst Kreditinstitute meldepflichtig. Eine spätere Ausweitung auf den gesamten finanziellen Sektor ist nach weiteren Kosten-Nutzenanalysen möglich. Aus der vorgesehenen Erhebungsmethodik auf Einzelkreditebene ("Loan-by-Loan") ergibt sich eine neue Komplexität und Granularität. In gewisser Hinsicht ist AnaCredit eine Fortsetzung der neuen zentralisierten Wertpapierdatenbank (vergleiche Statistik über Wertpapierinvestments: Erhebung auf Ebene des einzelnen Wertpapiers, "ISIN-by-ISIN") der EZB.

Mit den vorliegenden Dokumenten informiert die Bundesbank frühzeitig über die Auswirkungen der AnaCredit-Verordnung und beantwortet Fragen der Auslegung und Umsetzung.

Rechtsgrundlagen

Präsentationen, Stellungnahmen und Protokolle

nachrichtlich: Entwurfsversionen

Stand: November 2015

Zusatzinformationen

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Gerne können Sie diese per Email an anacredit@bundesbank.de senden. Telefonisch erreichen Sie uns mittwochs von 10 bis 12 Uhr unter 069 9566-7617.