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Ausgewählte Stichworte der Statistik

  • Geldmarktfonds
  • Geldpolitische Geschäfte des Eurosystems
  • Geldwerter Vorteil für Arbeitgeberdarlehen

    Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat in seinem Schreiben vom - 1. Oktober 2008 (IV C 5 – S 2334/07/0009) die Beurteilung des geldwerten Vorteils bei Arbeitgeberdarlehen neu geregelt. Dieses Schreiben ersetzt das BMF-Schreiben vom 13. Juni 2007 (BStBl I S. 502) und gilt für alle offenen Fälle. Da es sich bei den Zinsstatistiken der Deutschen Bundesbank um Stichprobenerhebungen handelt, können keine regionalen Daten (Rdnr. 4 und 13), sondern lediglich die Gesamtergebnisse für Deutschland zur Verfügung gestellt werden (Rdnr. 8, 10, und 11).
    Die Deutsche Bundesbank erhebt die Zinsstatistik für Zwecke der monetären Analyse und stellt deren Ergebnisse auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Inwieweit die statistischen Ergebnisse der Zinsstatistiken als Vergleichsmaßstab für die Berechnung eines geldwerten Vorteils bei Arbeitgeberdarlehen herangezogen werden, entzieht sich der Einflussnahme der Deutschen Bundesbank; Fragen hierzu können nur von den zuständigen Stellen (Bundesministerium der Finanzen, Berlin, oder von den Oberfinanzdirektionen) beantwortet werden.

    Ab Januar 2003 abgeschlossene Darlehen:
    Für die Feststellung des marktüblichen Zinssatzes (Maßstabszinssatz) sollen nach dem o. g. Schreiben des BMF gemäß Rdnr. 8 und 10 die im Monat des Vertragsabschlusses von der Deutschen Bundesbank ermittelten und zuletzt veröffentlichten Effektivzinssätze für vergleichbare Referenzkredite an private Haushalte aus der MFI-/EWU-Zinsstatistik herangezogen werden (mit einem Abschlag von 4 %). Die monatlichen Publikationstermine können dem Veröffentlichungskalender entnommen werden. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Ergebnisse für den jeweils aktuellen Termin stets als vorläufig zu betrachten sind. Änderungen der dargestellten Effektivzinssätze aufgrund von nachträglichen Korrekturen, die im folgenden Monat erscheinen, werden nicht gesondert angemerkt. Dem Schreiben des BMF zufolge sind die in der MFI-Zinsstatistik für das Neugeschäft ermittelten und nach dem Verwendungszweck der Kredite (Konsumentenkredite, sonstige Kredite und Wohnungsbaukredite) unterteilten Zinssätze maßgeblich. Die Deutsche Bundesbank stellt sowohl Tabellen als auch Zeitreihen (seit Erhebungsbeginn Januar 2003, kostenlose Downloadfunktion aus dem Internet) unter den folgenden Links zur Verfügung:

    Die MFI-Zinsstatistik wird jedoch erst seit Januar 2003 nach einheitlicher Methode in den Ländern des Euroraums erhoben. Sie ersetzt die frühere Bundesbank-Zinsstatistik, die mit Ablauf des Referenzmonats Juni 2003 eingestellt wurde. Aufgrund konzeptioneller Unterschiede sind die Ergebnisse beider Statistiken nur beschränkt miteinander vergleichbar. Weitergehende Informationen sind im Monatsberichtsaufsatz "Die neue EWU-Zinsstatistik - Methodik zur Erhebung des deutschen Beitrags" sowie in der "Gegenüberstellung der Instrumentenkategorien der MFI-Zinsstatistik und der Erhebungspositionen der früheren Bundesbank-Zinsstatistik" enthalten.

    Vor Januar 2003 abgeschlossene Darlehen:
    Zinsdaten für alle Datenpunkte vor Januar 2003 können der früheren Bundesbank-Zinsstatistik entnommen werden. Für den Zeitraum von Januar 2003 bis Juni 2003 liegen Daten aus beiden Erhebungen vor.
    In der früheren Bundesbank-Zinsstatistik (bis Juni 2003) wurden Durchschnittssätze als ungewichtete arithmetische Mittelwerte aus den innerhalb der Streubreite liegenden Zinsmeldungen für das Neugeschäft von einigen typischen Kreditarten (u. a. Ratenkredite und Hypothekarkredite auf Wohngrundstücke) ermittelt und veröffentlicht. Die Unter- und Obergrenzen der Streubreiten wurden berechnet, indem jeweils 5% der niedrigsten und höchsten Sätze ausgeschaltet wurden. Für die Ermittlung des geldwerten Vorteils ist nach dem Wortlaut des Schreibens des BMF die Untergrenze der Streubreite (ohne Abschlag von 4%) maßgebend. Die Durchschnittssätze und Streubreiten sind unter folgenden Links zu finden:

    MFI-Zinsstatistik
    Die neue EWU-Zinsstatistik - Monatsberichtsaufsatz Januar 2004
    Gegenüberstellung der Instrumentenkategorien der MFI-Zinsstatistik und der Erhebungspositionen der früheren Bundesbank-Zinsstatistik
    Veröffentlichungskalender
    Tabellen Ratenkredite
    Tabellen zum Thema Zinsen und Renditen
    Zeitreihen zum Thema Zinssätze und Renditen

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