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Auslandsstatus der Nichtbanken

Im Auslandsstatus der Nichtbanken werden Forderungen und Verbindlichkeiten der inländischen (Nichtbanken-) Unternehmen gegenüber Ausländern zum Ultimo einer Berichtsperiode erfasst.

Buchforderungen und -verbindlichkeiten von Unternehmen in Deutschland gegenüber dem Ausland [+]

Veröffentlichungspraxis

Der Auslandsstatus der Nichtbanken wird monatlich von der Deutschen Bundesbank berechnet und circa fünf bis sechs Wochen nach dem Ende des Berichtsmonats veröffentlicht.

Die Veröffentlichung des Auslandsstatus der Nichtbanken erfolgt in der Zeitreihendatenbank, im Monatsbericht und im Statistischen Beiheft 3, Zahlungsbilanzstatistik.

Um ein möglichst vollständiges Bild der Beziehungen mit dem Ausland wiedergeben zu können, werden verspätete oder korrigierte Meldungen bzw. methodische Änderungen laufend in den aktuellen Berechnungen berücksichtigt.

Methodische Erläuterungen

Der Auslandsstatus der Nichtbanken ist eine monatliche Bestandsrechnung. Er liefert Informationen über die Höhe und Struktur der grenzüberschreitenden Finanz- und Handelskredite mit dem Ausland zum Ende der Berichtsperiode. Die Angaben sind nach Kreditarten, Fristigkeiten, Gläubiger- und Schuldnerländern sowie nach Euro und Fremdwährung gegliedert. Kreditbeziehungen zu verbundenen Unternehmen werden gesondert ausgewiesen. Nicht enthalten sind Beteiligungen an ausländischen Unternehmen und Beteiligungen von Ausländern am Eigenkapital der inländischen Unternehmen sowie in Wertpapieren verbriefte Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Ausländern.

Der Auslandsstatus der Nichtbanken liefert Datenmaterial für die Erstellung der deutschen Zahlungsbilanz und des deutschen Auslandsvermögensstatus.

Die Erhebung berücksichtigt hinsichtlich der erhobenen Positionen, deren Abgrenzung und Bewertung international vereinbarte Konzepte, wie das Zahlungsbilanzhandbuch des Internationalen Währungsfonds (BPM6) und die Vorschriften für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (SNA2008) bzw. das für die Mitgliedsländer der Europäischen Union verbindliche "Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen" (ESVG 2010).

Datenquellen

Das außenwirtschaftliche Meldewesen dient als Grundlage für die Erstellung des Auslandsstatus der Nichtbanken. Es verpflichtet grundsätzlich alle inländischen Nichtbanken zur Meldung ihrer Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanz- und Handelskrediten gegenüber Ausländern. Verankert sind diese Meldevorschriften im § 11 Abs. 2 des Außenwirtschaftsgesetzes und darauf aufbauend in § 66 der Außenwirtschaftsverordnung.

Die Angaben werden ausschließlich für statistische Zwecke verwendet; sie unterliegen nach § 11 Abs. 5 des Außenwirtschaftsgesetzes in Verbindung mit dem Gesetz über die Statistik für Bundeszwecke der statistischen Geheimhaltung und werden nicht an andere Stellen weitergeleitet.