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Auslandsverschuldung

Die deutsche Auslandsverschuldung (External Debt) gibt als Bruttoverschuldung einen Teilbereich der im Auslandsvermögensstatus ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland wieder. In die Auslandsverschuldung werden nur Finanzinstrumente mit Schuldcharakter einbezogen.

Veröffentlichungspraxis

Die deutsche Auslandsverschuldung wird vierteljährlich von der Bundesbank erstellt und jeweils zum Quartalsende mit einer zeitlichen Verzögerung von einem Quartal auf dieser Webseite unter der Rubrik "Tabellen" veröffentlicht. 

  • Zeitreihen-Datenbanken
  • Tabelle zur Auslandsverschuldung

Das Veröffentlichungsdatum ist jeweils der letzte Arbeitstag im Quartal.

Die Quarterly External Debt Database, die zusammen von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) entwickelt wurde, stellt detaillierte Daten zur Auslandsverschuldung, welche jeweils von den SDDS-Mitgliedsländern veröffentlicht werden, an einer zentralen Stelle im Internet zur Verfügung. Diese Datenbank enthält auch Daten für zurückliegende Zeiträume.

Methodische Erläuterungen

Die deutsche Auslandsverschuldung ist eine vierteljährliche Bestandsstatistik. In die Auslandsverschuldung werden ausschließlich Instrumente mit Schuldcharakter wie Schuldverschreibungen, Kredite oder Einlagen einbezogen. Nicht enthalten sind alle finanziellen Ansprüche, die Beteiligungsrechte begründen wie Aktien, Investmentzertifikate und Beteiligungskapital sowie Grundbesitz.

Die deutsche Auslandsverschuldung wird den fünf Wirtschaftssektoren „Monetäre Finanzinstitute (MFIs ohne Bundesbank)“, „Finanzielle Kapitalgesellschaften ohne MFIs“, „Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften, private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck“, „Staat“ und „Bundesbank“ zugeordnet. Die von inländischen Unternehmen aufgenommenen Direktinvestitionskredite, die - anders als das Beteiligungskapital - Verbindlichkeiten der Kreditnehmer darstellen, werden entsprechend der Schuldner-Gläubiger-Beziehung separat dargestellt. Die in der Auslandsverschuldung ausgewiesenen Bestände sind jeweils zu Marktpreisen zum Ultimo der Berichtsperiode bewertet.

Die Statistik der Auslandsverschuldung richtet sich bezüglich der Konzepte und Definitionen sowie bei der Darstellung der Ergebnisse nach den methodischen Vorgaben des External Debt Manuals (External Debt Statistics: Guide for Compilers and Users).

Die Auslandsverschuldung ist ein wichtiger statistischer Indikator für die Außenwirtschaft innerhalb des "Special Data Dissemination Standard Plus" (SDDS Plus) des IWF. Auf dem Dissemination Standards Bulletin Board (DSBB) des IWF stehen sogenannte Metadaten zur Verfügung, die das methodische, konzeptionelle und institutionelle Rahmengerüst der deutschen Auslandsverschuldung und ihre Abgrenzung zum Auslandsvermögensstatus beschreiben (englischsprachig).

Datenquellen

Die deutsche Auslandsverschuldung basiert als Sekundärstatistik hauptsächlich auf dem Auslandsvermögensstatus sowie auf Bestandsangaben, die in den entsprechenden Primärstatistiken erhoben wurden. Zu den Hauptquellen gehören:

  • Auslandsposition der Bundesbank
  • Auslandsstatus der Banken
  • Auslandsstatus der Nichtbanken
  • Depotstatistik
  • Bestandserhebung über Direktinvestitionen
  • Zahlungsbilanzstatistik
  • Weitere interne und externe Quellen