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Transaktionswerte zu Direktinvestitionen

Außenwirtschaftliche Transaktionen

Die als Direktinvestitionen mit den Bestandsangaben korrespondierenden wirtschaftlichen Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern innerhalb einer Periode werden in der Zahlungsbilanzstatistik ausgewiesen. Diese Daten bilden gleichzeitig einen bedeutenden Baustein für die Statistiken der Europäischen Währungsunion sowie der Europäischen Union.

Veröffentlichungspraxis

Die Deutsche Bundesbank publiziert die Direktinvestitionstransaktionen monatlich im Statistischen Beiheft 3, Zahlungsbilanzstatistik. Die Direktinvestitionen werden hier als Funktionalkategorie sowohl innerhalb der transaktionsbasierten Zahlungsbilanz als auch der korrespondierenden außenwirtschaftlichen Bestandsstatistik Auslandsvermögensstatus dargestellt. Darüber hinaus werden die Angaben über Direktinvestitionstransaktionen der vorangegangenen vier Jahre in der jährlich im Frühjahr (i.d.R. April) erscheinenden Veröffentlichung "Direktinvestitionen lt. Zahlungsbilanzstatistik" publiziert. Informationen auch für weiter zurückliegende Jahre stehen in unserer Zeitreihen-Datenbank zur Verfügung.

Mit Veröffentlichung der vorläufigen Direktinvestitionstransaktionen des aktuellen Berichtsmonats werden jeweils die Angaben für den vorangegangenen Berichtsmonat korrigiert. Revisionen in jährlichem Turnus werden zum Monatsbericht März für das vorangegangene Berichtsjahr sowie die drei Vorjahre durchgeführt. Im Rahmen dieser Vormonats- und Jahresberichtigungen werden insbesondere Nach- und Korrekturmeldungen berücksichtigt.

Allgemeines zu den Veröffentlichungszeitpunkten und zur Revisionspolitik der Zahlungsbilanz und des Auslandsvermögensstatus finden Sie in der rechten Spalte unter "Publikationen".

Die Veröffentlichung der Direktinvestitionstransaktionen erfolgt in folgender Form:

  • Zeitreihen-Datenbank
  • Pressenotiz
  • Monatsbericht
  • Statistisches Beiheft 3, Zahlungsbilanzstatistik
  • Statistische Veröffentlichung

Methodische Erläuterungen

Die Direktinvestitionstransaktionen werden im Rahmen der Zahlungsbilanzstatistik monatlich ermittelt. Als Direktinvestitionen gelten gemäß internationalem Standard grenzüberschreitende Beteiligungen am Kapital oder an Stimmrechten eines Unternehmens von unmittelbar mindestens 10% oder unmittelbar und mittelbar zusammen mehr als 50%. Darüber hinaus zählt zu den Direktinvestitionen auch der Kreditverkehr im Unternehmensverbund. Die Angaben der Zahlungsbilanzstatistik beruhen auf Marktwerten zum Zeitpunkt der Transaktion.

Detaillierte Erläuterungen zur Abgrenzung der Direktinvestitionen finden sich in den methodischen Erläuterungen zur jährlichen Veröffentlichung "Direktinvestitionen lt. Zahlungsbilanzstatistik" (erscheint i.d.R. im April).

Die Erfassung der Direktinvestitionstransaktionen richtet sich bezüglich der Konzepte und Definitionen sowie bei der Darstellung der Ergebnisse nach den methodischen Vorgaben des 6. Zahlungsbilanzhandbuches des Internationalen Währungsfonds (BPM6), der OECD Benchmark Definition of Foreign Direct Investment sowie der Leitlinie der EZB über die statistischen Berichtsanforderungen im Bereich der Zahlungsbilanz, des Auslandvermögensstatus sowie der Währungsreserven (EZB/2011/23 und EZB/2013/25).

Datenquellen

Das außenwirtschaftliche Meldewesen dient als Grundlage für die Erstellung der Außenwirtschaftsstatistiken. Alle am Außenwirtschaftsverkehr teilnehmenden inländischen Banken, Unternehmen, Privatpersonen und öffentlichen Stellen müssen ihre Transaktionen mit dem Ausland melden. Verankert sind diese Meldevorschriften im § 11 Abs. 2 des Außenwirtschaftsgesetzes und darauf aufbauend in §§ 67 ff. der Außenwirtschaftsverordnung. Die Angaben werden ausschließlich für statistische Zwecke verwendet; sie unterliegen nach § 11 Abs. 5 des Außenwirtschaftsgesetzes in Verbindung mit dem Gesetz über die Statistik für Bundeszwecke der statistischen Geheimhaltung und werden nicht an andere Stellen weitergeleitet.