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Versicherungen und Pensionseinrichtungen

Die Statistik dient der Analyse der Vermögens- und Finanzierungsverhältnisse des Sektors der Versicherungen und Pensionseinrichtungen in Deutschland. Das Vermögen und die Verbindlichkeiten der beiden Teilsektoren Versicherungen sowie Pensionseinrichtungen werden getrennt ausgewiesen. Es handelt sich um eine Sekundärstatistik, die auf Daten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie auf anderen von der Bundesbank erhobenen Primärstatistiken und Angaben verschiedener Pensionseinrichtungen basiert.

EWU-weite Harmonisierung der Versicherungsstatistik (ESZB-Versicherungsstatistik)

Am 28. November 2014 verabschiedete die Europäische Zentralbank (EZB) die Verordnung über die statistischen Berichtspflichten der Versicherungsgesellschaften (EZB/2014/50), die am 20. Dezember 2014 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurde.  Danach sind quartalsweise Daten an die Notenbanken zu übermitteln, beginnend mit dem ersten Quartal 2016. Die Meldetermine entsprechen denjenigen für das Solvency-II-Berichtswesen.

Die EWU-weite Harmonisierung der Daten  ermöglicht  es der EZB und den nationalen Zentralbanken, eine verbesserte Statistik über die Versicherungsgesellschaften im Euro-Währungsgebiet zu erstellen. Die erstmalige Veröffentlichung der Ergebnisse ist für die zweite Jahreshälfte 2017 geplant.

Die aufsichtsrechtlichen Berichtspflichten sind in den technischen Durchführungsstandards zu Solvency II (Implementing Technical Standards, ITS) festgelegt, deren Anhang auch Formulare für quantitative Meldungen enthält (Quantitative Reporting Templates, QRTs).

Obwohl ein großer Teil der erforderlichen Angaben nach der Verordnung EZB/2014/50 aus den aufsichtsrechtlichen Meldungen abgedeckt wird, sind dennoch einige zusätzliche Informationen notwendig. EZB und EIOPA haben daher in enger Zusammenarbeit Meldeformulare erstellt, die neben den Aufsichtsdaten auch die für die Versicherungsstatistik erforderlichen Informationen beinhalten. Den nationalen Zentralbanken ist es freigestellt, diese im Sinne einer Meldeerleichterung zur Erstellung der Statistik zu verwenden und auf eine eigene Erhebung zu verzichten.

Die durch die EZB erweiterten Meldeformulare werden als "unofficial reporting templates including ECB add-ons" bezeichnet. Aus ihnen geht hervor, welche über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen hinausgehenden, für die Statistik benötigten Daten zu melden sind (EZB add-ons). Die Meldeformulare bestehen aus

  1. jenen Solvency-II-QRTs, in die Erweiterungen durch die EZB eingefügt wurden, und
  2. neuen Formularen für ausschließlich statistische Zwecke.

Aus Gründen der Vereinfachung sind für die Statistik benötigte QRTs, für die keine Änderungen erforderlich waren, nicht enthalten. Ausfüllhinweise zu den EZB-Erweiterungen finden sich in den zugehörigen Log-Dateien.

Die Formulare werden als inoffiziell bezeichnet, um sie von den QRTs der technischen Durchführungsstandards zu unterscheiden. Sofern sich Änderungen an letzteren ergeben, erfolgt auch eine entsprechende Anpassung der inoffiziellen Meldeformulare.

Die Erweiterungen der EZB wurden in das technische Rahmenwerk von EIOPA integriert, das auf dem Data Point Model (DPM - eine strukturierte Darstellung der Daten) und der eXtensible Business Reporting Language (XBRL) basiert.

Über den nachfolgenden Link können Sie den Newsletter der Versicherungsstatistik abonnieren, der laufend über aktuelle Änderungen informiert. Sie finden unseren Newsletter "Statistik über Versicherungen und Pensionseinrichtungen" unter der Kategorie "Bankenaufsicht und Meldewesen".

Öffentliche Konsultation zur geplanten EZB-Verordnung über die statistischen Berichtspflichten der Pensionseinrichtungen