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Gesamtwirtschaftliche Rechenwerke

Bild zeigt Taschenrechner und Bilanzen © Getty Images


Die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) haben die Aufgabe, ein möglichst umfassendes und übersichtliches quantitatives Gesamtbild des wirtschaftlichen Geschehens in Deutschland zu geben. Dabei werden alle Wirtschaftseinheiten (Personen, Institutionen) mit ihren für die Beschreibung des Wirtschaftsablaufs wichtigen wirtschaftlichen Tätigkeiten und damit verbundenen Vorgängen einbezogen.

Die Inlandsproduktberechnung als Teil der VGR ermittelt Daten, die für die laufende Wirtschaftsbeobachtung und -analyse notwendig sind. Das sind vor allem vierteljährliche und jährliche Angaben zur Entstehung, Verwendung und Verteilung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in jeweiligen Preisen beziehungsweise preisbereinigt. Ebenfalls werden Ergebnisse für die Produktionsfaktoren nachgewiesen (Erwerbstätigenrechnung, Vermögensrechnung).

Die Finanzierungsrechnung (FinR), als integraler Bestandteil der VGR, befasst sich dagegen mit den finanziellen Aktivitäten, die im Rahmen der Güterproduktion entstehen. Neben den jeweils ausgewiesenen Transaktionen werden auch die Geldvermögensbestände in der Volkswirtschaft ermittelt.

Methodische Grundlage der VGR und FinR ist seit September 2014 das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 (ESVG 2010). Dieses Rahmenwerk enthält umfangreiche Vorgaben und Definitionen zur statistischen Erfassung des Wirtschaftsprozesses und gilt in allen Ländern der Europäischen Union (EU). Auf diese Weise wird die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen den Ländern gewährleistet.

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