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Gesamtwirtschaftliche Rechenwerke

Bild zeigt Taschenrechner und Bilanzen


Die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) haben die Aufgabe, ein möglichst umfassendes und übersichtliches quantitatives Gesamtbild des wirtschaftlichen Geschehens in Deutschland zu geben. Dabei werden alle Wirtschaftseinheiten (Personen, Institutionen) mit ihren für die Beschreibung des Wirtschaftsablaufs wichtigen wirtschaftlichen Tätigkeiten und damit verbundenen Vorgängen einbezogen.

Die Inlandsproduktberechnung als Teil der VGR ermittelt Daten, die für die laufende Wirtschaftsbeobachtung und -analyse notwendig sind. Das sind vor allem vierteljährliche und jährliche Angaben zur Entstehung, Verwendung und Verteilung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in jeweiligen Preisen beziehungsweise preisbereinigt. Ebenfalls werden Ergebnisse für die Produktionsfaktoren nachgewiesen (Erwerbstätigenrechnung, Vermögensrechnung).

Die Finanzierungsrechnung (FinR), als integraler Bestandteil der VGR, befasst sich dagegen mit den finanziellen Aktivitäten, die im Rahmen der Güterproduktion entstehen. Neben den jeweils ausgewiesenen Transaktionen werden auch die Geldvermögensbestände in der Volkswirtschaft ermittelt.

Methodische Grundlage der VGR und FinR ist derzeit das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995 (ESVG 1995). Dieses Rahmenwerk enthält umfangreiche Vorgaben und Definitionen zur statistischen Erfassung des Wirtschaftsprozesses und gilt in allen Ländern der Europäischen Union (EU). Auf diese Weise wird die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen den Ländern gewährleistet. Im September 2014 tritt mit dem ESVG 2010 eine aktualisierte Fassung der methodischen Grundlage in Kraft. Hintergrund der Aktualisierung ist primär das Vorhaben, aktuellen – seit Inkrafttreten des ESVG 1995 aufgetretenen – Entwicklungen Rechnung zu tragen, um auch weiterhin vergleichbare, aktuelle und zuverlässige Informationen über die Struktur der Wirtschaft und die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation eines jeden Mitgliedstaates zu erhalten. Während die Grundstruktur des ESVG 1995 beibehalten wird, enthält das ESVG 2010 neben konzeptionellen Anpassungen zahlreiche Präzisierungen unter anderem in der Definition von Sektoren, Güterströmen und finanziellen Instrumenten.

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