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SDDS Plus

(Special Data Dissemination Standard Plus)

Als Antwort auf Finanzkrisen seit den 90er Jahren entwickelte der Internationale Währungsfonds (IWF) Standards zur Förderung der Datentransparenz und zur Unterstützung der Glaubwürdigkeit statistischer Systeme. Diese hat der IWF im Jahr 2012 unter dem Eindruck der letzten globalen Finanzkrise mit dem "Special Data Dissemination Standard Plus" (SDDS Plus) um eine weitere umfassende Stufe ergänzt.

Aufbauend auf dem Special Data Dissemination Standard (SDDS), in dessen Rahmen Deutschland bereits seit 1996 statistische Angaben zu den realen, fiskalen, finanziellen und außenwirtschaftlichen Sektoren über einen zentralen Zugang veröffentlicht, fordert die neue Norm die Veröffentlichung zusätzlicher wirtschafts- und finanzstatistischer Ergebnisse im Hinblick auf eine verbesserte Informationsbereitstellung für die Finanzstabilitätsanalyse und die Krisenprävention in einem Umfeld fortschreitender wirtschaftlicher und finanzieller Integration. Der neue Standard richtet sich insbesondere an Länder mit einem für das globale Finanzsystem relevanten Finanzsektor.

Deutschland hat im November 2014 den Beitritt zum SDDS Plus erklärt und veröffentlicht seit Mitte Februar 2015 zunächst sechs der dort zusätzlich geforderten neun Datenkategorien. Hierzu gehören die sektoralen Vermögensbilanzen, die Transaktionen des Staates, die Bestände an Schuldverschreibungen nach Schuldner- und Gläubigersektoren und die Teilnahme an den IWF-Erhebungen „Coordinated Portfolio Investment Survey“, „Coordinated Direct Investment Survey“ sowie „Currency Composition of Foreign Exchange Reserves“. Für die übrigen drei Klassen, Bruttostaatsverschuldung, „Financial Soundness Indicators“ und Forderungen und Verbindlichkeiten der Nichtbank-Finanzintermediäre, existieren Übergangspläne zur Umsetzung der Anforderungen bis spätestens zum Ende der festgeschriebenen Übergangsperiode (Ende 2019).

Neben der Bundesbank verpflichten sich das Statistische Bundesamt und das Bundesministerium der Finanzen die für die relevanten Sektoren vorgegebenen Indikatoren zu erstellen und über die National Summary Data Page (NSDP) für Deutschland zugänglich zu machen.

Mindestens vier Monate im Voraus werden die Veröffentlichungstermine für die einzelnen Datenblöcke auf der Bundesbank-Website bekanntgegeben. Die Metadaten enthalten das für die deutschen Indikatoren maßgebliche methodische, konzeptionelle und institutionelle Rahmengerüst.

Die Einhaltung des Standards wird laufend durch den IWF überprüft und jährlich für die Gesamtheit der SDDS-Plus-Mitglieder auf der Website des IWF kommentiert.

Folgende Daten veröffentlicht die Bundesbank im Rahmen des SDDS Plus: