Preise
- Hintergrund
- Verbraucherpreisindizes für Deutschland
- Preisindizes für die Aus- und Einfuhr
- Preisindizes für die Bauwirtschaft
- Erzeugerpreise gewerblicher Produkte
Hintergrund
Die laufende Beobachtung der Geldwertstabilität basiert auf Analysen preisstatistischer Ergebnisse. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem vom Statistischen Bundesamt berechneten Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) und dem nationalen Verbraucherpreisindex (VPI), die als Messgrößen für die Inflation herangezogen werden. Als Frühindikator dienen Erzeugerpreise landwirtschaftlicher und gewerblicher Produkte.
Neben den Ursprungswerten werden je nach Indikator saison- und kalenderbereinigte oder auch nur kalenderbereinigte Zeitreihen angeboten. Die bereinigten Angaben werden nach dem Census-Verfahren X-12-Arima, Version 0.2.8 geschätzt.
Für ausgewählte Indikatoren liegen Echtzeitdaten und weitere methodische Informationen vor.
Verbraucherpreisindizes für Deutschland
Der vom Statistischen Bundesamt monatlich ermittelte Verbraucherpreisindex misst für die jeweilige Berichtsperiode die durchschnittliche Preisveränderung aller Waren und Dienstleistungen gegenüber dem Basisjahr, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft bzw. verbraucht werden. Die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr wird im Allgemeinen als Messgröße für die Inflation verwendet. Daneben veröffentlicht das Statistische Bundesamt den, nach EU-weit harmonisierten Kriterien berechneten, Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland, der in die Berechnung des europäischen HVPI einfließt. Der HVPI für den Euro-Raum wird vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaft (Eurostat) veröffentlicht und dient dem Eurosystem als Maßstab für die Preisentwicklung.
Häufig wird der Verbraucherpreisindex herangezogen, um aktuelle Vergleichswerte für historische Geldbeträge und Währungen, die früher in Deutschland verwendet wurden, zu ermitteln. Solchermaßen errechnete Kaufkraftäquivalente dienen als Anhaltspunkt für den heutigen Wert der Waren und Dienstleistungen, die damals für einen bestimmten Geldbetrag erhältlich waren. Erläuterungen und Beispielrechnungen haben wir auf einer eigenen Seite für Kaufkraftvergleiche historischer Währungen bereitgestellt (s. rechte Seite).
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Preisindizes für die Aus- und Einfuhr
Die Preisindizes für die Ein- und Ausfuhr von Waren werden vom Statistischen Bundesamt monatlich ermittelt. Sie zeigen die Entwicklung der Preise von Waren, die zwischen Deutschland und dem Ausland gehandelt werden. Formal werden die Ergebnisse als Laspeyres-Preisindizes dargestellt: Sie sind mit den Wägungsanteilen der Außenhandelsstatistik aus dem Basisjahr gewogene Preismessziffern.
Preisindizes für die Bauwirtschaft
Indizes für Bauleistungspreise stellen die Entwicklung der Preise für den konventionell gefertigten Neubau ausgewählter Bauwerksarten des Hoch- und Tiefbaus sowie für Instandhaltungsmaßnahmen an Wohngebäuden gegenüber dem Basisjahr dar. Das Statistische Bundesamt publiziert die Komponenten des Baupreisindex im Vierteljahresrhythmus, die von der Bundesbank zusammengefasst werden. Die Indizes beruhen auf Preiserhebungen für 186 ausgewählte Bauleistungen bei einer repräsentativen Auswahl von rund 5.000 Unternehmen des Baugewerbes.
Erzeugerpreise gewerblicher Produkte
Der vom Statistischen Bundesamt monatlich ermittelte Erzeugerpreisindex misst für die jeweilige Berichtsperiode die durchschnittliche Preisentwicklung gewerblich gefertigter sowie abgesetzter Erzeugnisse im Inland (ohne Umsatzsteuer) gegenüber dem Basisjahr. Für die Errechnung des Index werden aktuell 1 250 Güterarten erfasst, deren Preise zu festgelegten vertraglichen Konditionen von insgesamt 5 000 Unternehmen gemeldet werden.
