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Die deutsche Wirtschaft auf einen Blick

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Gesamttabelle
Die deutsche Wirtschaft auf einen Blick

Wichtige Informationen über das aktuelle Wirtschaftsgeschehen in Deutschland bietet die Tabelle "Die deutsche Wirtschaft auf einen Blick". Hier finden Sie unter anderem Daten über die Entwicklung der Konjunktur und der Preise sowie der Zinssätze und über den Staatssektor.


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1 Bruttoinlandsprodukt
Bruttoinlandsprodukt [+]

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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst den Wert der im Inland erwirtschafteten Leistung einer Volkswirtschaft in einer bestimmten Periode (Quartal, Jahr). Bei der Berechnung und Darstellung des Bruttoinlandsprodukts wird zwischen der Entstehungs-, Verwendungs- und Verteilungsrechnung unterschieden. Gemäß der Entstehungsrechnung ist das BIP gleich der Summe der Bruttowertschöpfung (Gesamtwert der im Produktionsprozess erzeugten Waren und Dienstleistungen (Produktionswert), abzüglich des Werts der Vorleistungen) der institutionellen Sektoren zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen (die nicht nach Sektoren aufgegliedert werden). Die Darstellung in Vorjahrespreisen bezeichnet eine Methode zur Berechnung eines preisbereinigten BIPs. Die Veränderungsrate des preisbereinigten BIPs dient als Messgröße für das Wirtschaftswachstum und ist damit die wichtigste Größe der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.

2 Produktion im Produzierenden Gewerbe
Produktion im Produzierenden Gewerbe [+]

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Der Produktionsindex misst unter Ausschaltung der Preisveränderungen die monatliche Leistung des Produzierenden Gewerbes in Deutschland. Er ist auf Grund seiner Periodizität, seiner schnellen Verfügbarkeit und der tiefen Untergliederung nach Wirtschaftszweigen ein zentraler und aktueller Indikator für die konjunkturelle Entwicklung. Der Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe umfasst die Bereiche Industrie, Energie sowie das Baugewerbe, bestehend aus Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe. 
3 Umsätze des Einzelhandels
Umsätze des Einzelhandels [+]

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Zu den Tätigkeiten des Einzelhandels (ohne Kraftfahrzeughandel und ohne Handel mit Kraftstoffen an Tankstellen) zählt der Verkauf von Handelswaren überwiegend an private Haushalte. Dies umfasst vor allem den Verkauf von Ge- und Verbrauchsgütern in Verkaufsräumen einschließlich Warenhäusern, durch Versandhäuser und über das Internet; dazu zählen ebenfalls der Verkauf an Marktständen und im Straßenhandel sowie die Haustürgeschäfte.
4 Auftragseingang
Auftragseingang [+]

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Der Auftragseingang umfasst den Wert (ohne Umsatzsteuer) aller im jeweiligen Berichtsmonat fest akzeptierten Aufträge. Der Auftragseingang ist ein vorlaufender Indikator für die konjunkturelle Entwicklung. Er wird monatlich vom Statistischen Bundesamt gesondert für die Industrie und für das Bauhauptgewerbe erhoben und sowohl als Wert- als auch als Volumenindex publiziert.
5 Verbraucherpreise, Erzeugerpreise und Einfuhrpreise
Preise [+]

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Verbraucherpreisindizes messen die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Darunter fallen zum Beispiel Nahrungsmittel, andere Konsumgüter, Wohnungsmieten, Strom, Kraftstoffe und Dienstleistungen. Anhand der Entwicklung der Verbraucherpreise wird die Inflation, definiert als ein dauerhaft hoher Anstieg des Preisniveaus, bestimmt. Die gemessene prozentuale Veränderung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vorjahr („Inflationsrate“) ist die statistische Basis für die Beurteilung des Vorliegens von Preisstabilität im Eurosystem.

Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte (im Inlandsabsatz) misst die durchschnittliche Preisentwicklung von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen, die in Deutschland hergestellt und im Inland verkauft werden. Dazu zählen z. B. Mineralölprodukte, Metalle, chemische Grundstoffe und Nahrungsmittel. Die Produzenten dieser Güter gehören zum Verarbeitenden Gewerbe, zur Energie- und Wasserwirt­schaft sowie zum Bergbau.

Die Einfuhrpreise messen die durchschnittliche Entwicklung der Preise aller Waren, die zwischen dem Ausland und Deutschland gehandelt werden. Entsprechend ihrer Bedeutung für die Einfuhren werden die Preise beispielsweise für Erdöl, Mineralölerzeugnisse, sonstige Rohstoffe und Getreide sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen und chemische Erzeugnisse zusammengewogen.

6 Arbeitskosten
Arbeitskosten [+]

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Die Arbeitskosten umfassen die Gesamtheit aller Aufwendungen, die Arbeitgeber durch die Beschäftigung von Arbeitskräften tragen. Zu den Arbeitskosten gehören beispielsweise das Arbeitnehmerentgelt mit Bruttoverdiensten in Form von Geld- und Sachleistungen, die Sozialbeiträge der Arbeitgeber, die Kosten der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie die Aufwendungen bei Stellenneubesetzungen. Die Arbeitskosten enthalten keine Zuschüsse zugunsten der Arbeitgeber wie beispielsweise Subventionen, die an die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen gekoppelt sind.
7 Arbeitsmarkt
Arbeitsmarkt [+]

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Erwerbstätige sind nach dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen Personen im Alter von 15 Jahren und mehr, die im Berichtszeitraum wenigstens 1 Stunde gegen Entgelt einer beruflichen Tätigkeit nachgehen beziehungsweise in einem Arbeitsverhältnis stehen, also Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (einschließlich Soldaten und mithelfende Familienangehörige),  selbstständig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreiben oder einen freien Beruf ausüben. Wegen des weiter bestehenden Arbeitsverhältnisses gelten - der internationalen Praxis folgend - auch Personen, die zwar nicht arbeiten, bei denen aber Bindungen zu einem Arbeitgeber bestehen (beispielsweise Personen in Mutterschutz oder Elternzeit, die diesen Urlaub aus einer bestehenden Erwerbstätigkeit angetreten haben), als erwerbstätig.

Gemäß der Definition der Bundesagentur für Arbeit zählen zu den Arbeitslosen alle Personen, die beschäftigungslos sind oder nur eine kurzzeitige Beschäftigung (unter 15 Stunden pro Woche) ausüben und ein versicherungspflichtiges, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassendes Beschäftigungsverhältnis suchen. Sie müssen sich arbeitslos gemeldet haben sowie der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen und dürfen nicht arbeitsunfähig erkrankt sein.

8 Außenwirtschaft
Deutsche Außenwirtschaft [+]

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Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Dabei werden alle körperlich ein- und ausgehen­den Waren sowie elektrischer Strom erfasst und nachgewiesen. Das betrifft auch die Aus- und die Einfuhren von Waren, die unentgeltlich oder auf ausländische Rechnung ein- bzw. ausgeführt werden. Dienstleistungen aller Art sind grundsätzlich nicht Gegenstand der Außenhandelsstatistik. Die Differenz zwischen den Ausfuhren und den Einfuhren bezeichnet den Außenhandelssaldo.

Die Leistungsbilanz ist Teil der Zahlungsbilanz. Sie setzt sich aus dem Warenhandel (1.), den Dienstleistungen (2.), den Primäreinkommen (3.) und den Sekundäreinkommen (4.) zusammen. Ein Leistungsbilanzüberschuss bedeutet, dass die betreffende Volkswirtschaft mehr produziert als sie an eigenen und fremden Gütern verbraucht. Dadurch baut sie per Saldo Auslandsvermögen auf. Bei einem Leistungsbilanzdefizit ist es umgekehrt.

9 Euro-Referenzkurs zum US-Dollar
Euro-Referenzkurs zum US-Dollar [+]

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Seit der Einführung des Euro am 1. Januar 1999 gibt es keinen eigenständigen Devisenmarkt mehr für die im Euro aufgegangenen Währungen, sondern nur noch originäre Wechselkurse des Euro gegenüber dem US-Dollar und anderen Drittwährungen. Auf Grundlage des täglichen um 14:15 Uhr durchgeführten Konzertationsverfahrens zwischen europäischen Zentralbanken werden die Euro-Referenzkurse für die wichtigsten internationalen Währungen festgestellt. Im Verlauf der Konzertation selbst wird nur ein Referenzkurs (nämlich der Mittelkurs) ermittelt, wobei die "Mengennotierung" (d.h. 1 EUR = x ausländische Währungseinheiten) verwendet wird. Die Veröffentlichung der Euro-Referenzkurse obliegt der EZB.
10 Euribor - Dreimonatsgeld
Euribor-Dreimonatsgeld [+]

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Beim Euribor handelt es sich um Durchschnittszinssätze, zu denen Banken mit erstklassiger Kreditwürdigkeit bereit sind, sich untereinander auf dem unbesicherten Interbankenmarkt Gelder zu den gegebenen Laufzeiten (hier: drei Monate) in Euro zu verleihen. Die Euribor-Sätze werden außer an Wochenenden und an den "TARGET-Feiertagen" täglich von Reuters bei einer Auswahl von Banken ermittelt und um 11 Uhr MEZ veröffentlicht.

Der Euribor dient den Banken bei einer Vielzahl von Geschäften als Referenzwert (z.B. kurzfristige Kredite, Einlagenprodukte, abgeleitete Zinsprodukte). 

11 Umlaufsrendite festverzinslicher Wertpapiere
Umlaufsrendite festverzinslicher Wertpapiere [+]

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Als Umlaufsrendite wird die durchschnittliche Rendite festverzinslicher Wertpapiere inländischer Emittenten bezeichnet, wobei die Rendite die tatsächliche jährliche Verzinsung abbildet. Um den Durchschnittswert zu ermitteln, erfolgt eine Gewichtung der Renditen der einzelnen Wertpapiere mit deren Umlauf (insgesamt verkauftes Volumen). Dabei gehen nur Anleihen in die Berechnung ein, deren Ursprungslaufzeit mehr als vier Jahre und deren Restlaufzeit mehr als drei Jahre beträgt. Die Umlaufsrenditen sind vielbeachtete Indikatoren für die Zinsentwicklung und werden häufig als Referenzgrößen in der Rechtsprechung und von der Kreditwirtschaft verwendet.
12 Buchkredite an den inländischen Privatsektor
Buchkredite an den inländischen Privatsektor [+]

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Die Buchkredite an den inländischen nichtfinanziellen Privatsektor stellen die von monetären Finanzinstituten (MFI, ohne Deutsche Bundesbank) in Deutschland vergebenen Buchkredite an in Deutschland ansässige nichtfinanzielle Unternehmen und private Haushalte dar. Die publizierten Werte sind um rein buchmäßige Bewegungen, denen keine geschäftlichen Transaktionen zugrunde liegen, bereinigt. Dazu gehören insbesondere Wertberichtigungen. Die Kreditdaten werden zudem um Kreditverkäufe und -verbriefungen bereinigt, weil verbriefte Kredite (sofern sie aus den MFI-Bilanzen ausgebucht werden) meldetechnisch den Bestand der von MFI vergebenen Buchkredite reduzieren, obwohl das Volumen der der Realwirtschaft zur Verfügung gestellten MFI-Kredite unverändert bleibt. Die Buchkreditvergabe des MFI-Sektors an den nichtfinanziellen Privatsektor ist eine Schlüsselgröße im geldpolitischen Transmissionsprozess.
13 Staat
Staat [+]

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Der Finanzierungssaldo des Staates entspricht der Differenz von Einnahmen und Ausgaben von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung auf Basis der methodischen Konzepte des Europäischen Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Sind beispielsweise die Ausgaben einer Periode höher als die Einnahmen, ergibt sich ein negativer Finanzierungssaldo, der einem Defizit entspricht.

Der (Brutto-)Schuldenstand des Staates in Abgrenzung des Maastricht-Vertrags umfasst den Bestand an Verbindlichkeiten in Form von Bargeld und Einlagen (Münzumlauf), Geldmarkt- und Kapitalmarktpapieren sowie kurz- und langfristigen Krediten. Finanzierungssaldo und Schuldenstand sind die zentralen fiskalischen Indikatorgrößen, die dem EU-Defizitverfahren zugrunde liegen.

14 Private Haushalte
Private Haushalte [+]

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Das Geldvermögen der privaten Haushalte sind die von inländischen Haushalten insgesamt gehaltenen finanziellen Forderungen, insbesondere in Form von Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapieren und Ansprüchen gegenüber Versicherungsunternehmen. Die Verschuldung stellt demgegenüber die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte dar, die in Deutschland ausschließlich aus Krediten bestehen (insbesondere gegenüber Banken).

Quelle für die Erläuterungen zu den realwirtschaftlichen Indikatoren:
Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2015, Glossar und eigene Bearbeitung.