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Informationen zur SEPA-Überweisung, SEPA-Lastschrift und Kartenzahlung, sowie Hintergründe zum rechtlichen Rahmen und den technischen Standards finden Sie hier.

Die SEPA-Überweisung (SEPA Credit Transfer)

Bild zeigt einen SEPA-Überweisungsvordruck © Bundesbank [+] SEPA-Überweisung Die SEPA-Überweisung wird seit dem 28. Januar 2008 zur Abwicklung sowohl nationaler als auch grenzüberschreitender europäischer Euro-Zahlungen angeboten. Zur Nutzung dieses Verfahrens muss ein Zahlungsdienstleister das entsprechende Beitrittsdokument des European Payments Council (EPC) gezeichnet (Adherence Agreement) und seine Systeme auf die Abwicklung von SEPA-Zahlungen umgestellt haben. Eine aktuelle Auflistung der über 4.500 an SEPA teilnehmenden Zahlungsdienstleister wird vom EPC zur Verfügung gestellt.

Durch die Umsetzung der Richtlinie für Zahlungsdienste im Binnenmarkt (Payments Services Directive; PSD) in nationales Recht darf die Abwicklungszeit im nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr in Europa seit Januar 2012 nur noch ein Bankgeschäftstag betragen. Im Falle eines beim Zahlungsdienstleister eingereichten beleghaften Überweisungsträgers verlängert sich die Ausführungsfrist auf maximal zwei Bankarbeitstage. Es macht keinen Unterschied – weder bei der Ausführungsfrist noch bei den Entgelten – ob eine Euro-Überweisung in ein anderes SEPA-Teilnehmerland, sofern dies zur Europäischen Union oder zum Europäischen Wirtschaftsraum gehört, oder im Inland getätigt wird. Das Eurosystem ermittelt regelmäßig die Nutzung der SEPA-Überweisung im gesamten Euroraum bzw. in den einzelnen SEPA-Teilnehmerländern mit Hilfe sogenannter SEPA-Indikatoren. Die Nutzung nimmt seit der Einführung am 28. Januar 2008 kontinuierlich zu.

Seit Februar 2014 löst die SEPA-Überweisung das nationale Überweisungsverfahren in den Euroländern grundsätzlich ab. Der Überweisende und der Begünstigte sowie deren Zahlungsdienstleister werden bei der SEPA-Überweisung durch zwei besondere Kennziffern identifiziert: die IBAN (International Bank Account Number, internationale Kontonummer) und den BIC (Business Identifier Code, internationale Bankleitzahl) anstatt der althergebrachten Kontonummer und Bankleitzahl.

Es bleibt den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland jedoch ausreichend Zeit, sich auf diese Neuerungen einzustellen. Denn die Zahlungsdienstleister werden voraussichtlich noch bis Februar 2016 die Kontonummer und Bankleitzahl von Verbraucherinnen und Verbrauchern akzeptieren und diese kostenlos in die entsprechende IBAN umwandeln. Auf den BIC kann bei Inlandsüberweisungen seit Februar 2014 verzichtet werden, hingegen bei grenzüberschreitenden SEPA-Überweisungen erst ab Februar 2016.

SEPA-Zahlungen können ausschließlich in Euro abgewickelt werden. Für Zahlungen in anderen europäischen Währungen (z.B. Britische Pfund oder dänische Kronen) bedarf es weiterhin besonderer Formulare (z.B. einer Auslandsüberweisung) und Abwicklungskonditionen (z.B. Entgelte, Ausführungsfristen).