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Skulpturen und Installationen

Victor Vasarely, Raumgestaltung Speisesaal, 1972, Kunststoff und Metall Victor Vasarely, Raumgestaltung Speisesaal, 1972, Kunststoff und Metall In den Niederlassungen der Deutschen Bundesbank sind zahlreiche Skulpturen und Installationen renommierter Künstler wie Tony Cragg, Bogomir Ecker, Alf Lechner oder Joseph Kosuth zu sehen. Meist wurden sie im Zusammenhang mit Neubauten als „Kunst am Bau“-Projekte für den konkreten Ort geschaffen oder erworben. Dabei reagieren die raumbezogenen Installationen in ganz unterschiedlicher Weise auf ihren Kontext: Tony Cragg fügt in Düsseldorf vier unterschiedliche Plastiken in das Gebäude, die sich thematisch auf das geografische und industrielle Umland beziehen, während Bogomir Ecker in Oldenburg den realen Stadtraum mit dem Inneren des Hauses verbindet.

Alf Lechner, Kreis im Halbkreis (WV 482), 1991

Alf Lechner, Kreis im Halbkreis (WV 482), 1991, Stahl geschmiedet und geschliffen, 375 x 375 x 750 cm [+] Alf Lechner, Kreis im Halbkreis (WV 482), 1991, Stahl geschmiedet und geschliffen, 375 x 375 x 750 cm

Der Bildhauer nutzt fast ausschließlich Stahl. So prägt das Material die oft mehrere hundert Kilogramm schweren Skulpturen. Er bringt das Metall in geometrische Grundformen, die aneinandergereiht, multipliziert, geteilt oder ineinander verschachtelt werden. Die monumentalen Stahlkörper werden während des Herstellungsprozesses nach genauen Vorgaben gestaucht, gequetscht, gebrochen, zerschnitten und gewalzt.

Das scheinbar nach simplen Prinzipien konstruierte Werk „Kreis im Halbkreis“, das im Außenbereich der Filiale Regensburg steht, ist das Ergebnis umfangreicher Analysen und eines sorgfältig durchdachten Reduktionsprozesses. Die Kreisformen sind teils in ihrer rauen Oberfläche belassen und teils poliert. Damit führt Lechner ein Veredelungsverfahren vor Augen, und zeigt zugleich, dass die Schwere des Materials und die Leichtigkeit implizierende Dynamik des gebogenen Stahls zu Ausdrucksqualitäten eines Objektes werden können. Den Künstler reizt am Stahl dessen enormer physischer Widerstand, der dennoch mit Formbarkeit und einer Vielfalt von Verarbeitungsmöglichkeiten verbunden ist.