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Das Buchgeld


Das Wichtigste im Überblick

  • Buch- oder Giralgeld ist „stoffloses“ Geld, das auf Konten liegt und von Konto zu Konto weitergegeben werden kann. Es kann jederzeit in Bargeld umgewandelt werden.
  • Beim Zahlungsverkehr wird zwischen Massen- und Individualzahlungsverkehr unterschieden. Im Massenzahlungsverkehr werden nicht eilige und betragsmäßig niedrige Zahlungen abgewickelt, im Individualzahlungsverkehr hohe und sehr eilige Zahlungen. 
  • Bargeldlose Zahlungen werden zwischen den Banken verrechnet. Zahlungen können auch über Clearinghäuser gebucht werden. Die Deutsche Bundesbank betreibt ein eigenes Clearinghaus (Elektronischer Massenzahlungsverkehr EMZ bzw. SEPA-Clearer). 
  • TARGET2 ist das Zahlungsverkehrssystem der Zentralbanken des Eurosystems. Die Deutsche Bundesbank betreibt es und hat es mitentwickelt. Mit TARGET2 werden Großbetragszahlungen schnell und sicher abgewickelt. 
  • Bei Euro-Zahlungen im SEPA-Raum wird nicht mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen unterschieden. Für alle Zahlungen ist die Angabe der IBAN erforderlich. 
  • Für das bargeldlose Bezahlen gibt es die beiden grundlegenden Instrumente Überweisung und Lastschrift. Für diese Instrumente gibt es verschiedene Zugangswege wie das Ausfüllen eines papiernen Formulars, eines Online-Formulars oder den Einsatz einer Debit- oder Kreditkarte. 
  • Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist durch eine rasche technische Entwicklung gekennzeichnet. Zu den Innovationen zählen das „kontaktlose Bezahlen“ mit Debit- und Kreditkarte oder einer App im Smartphone. 
  • Das Internet bietet eine Reihe verschiedener Bezahlmöglichkeiten. So werden auch speziell entwickelte Internetbezahlverfahren angeboten. Zudem wird daran gearbeitet, zukünftig mobil zu bezahlen.  
  • Was zur Geldmenge gezählt wird, muss definiert werden. Das Eurosystem hat drei verschiedene Geldmengenbegriffe (M1, M2, M3) festgelegt, die sich nach dem Grad ihrer Liquidität unterscheiden. 
  • Der größte Teil der vom Eurosystem definierten Geldmenge M3 sind neben dem umlaufenden Bargeld Sicht-, Spar- und Termineinlagen. Außerdem werden dazu noch kurzfristige Geldanlagen gezählt, die vom Grad der Liquidität Bankeinlagen ähnlich sind. 
  • Zentralbankgeld kann nur von der Zentralbank geschaffen werden und setzt sich aus dem Bargeld und den Einlagen bei der Zentralbank zusammen. Für die Geldpolitik ist der Bedarf der Banken an Zentralbankgeld von Bedeutung. 
  • Die Schaffung von Geld wird als Geldschöpfung bezeichnet. Sowohl die Zentralbank als auch die Banken können Geld schaffen. Buchgeld entsteht in der Regel durch die Vergabe von Krediten, aber auch beim Ankauf von Vermögenswerten durch die Banken.