Navigation und Service

Deutsche Bundesbank (zur Startseite)

Zahlungsbilanz

Die deutsche Zahlungsbilanz ist eine umfassende systematische Darstellung der wirtschaftlichen Transaktionen zwischen In– und Ausländern innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Darüber hinaus ist sie ein bedeutender Baustein für die konsolidierten Zahlungsbilanzen des Euroraums und der Europäischen Union.

Datenquellen

Die Erhebung der für die Erstellung der Zahlungsbilanz benötigten Daten erfolgt nicht nach einem einheitlichen Schema, sondern ist in Deutschland pragmatisch als Baukastensystem organisiert. Den Kernbaustein bildet das außenwirtschaftliche Meldewesen, welches grundsätzlich alle am Außenwirtschaftsverkehr teilnehmenden inländischen Banken, Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Stellen verpflichtet, ihre Transaktionen mit dem Ausland der Bundesbank zu melden. Rechtliche Grundlage der Meldevorschriften sind § 11 Abs. 2 des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) und darauf aufbauend §§ 67 ff. der Außenwirtschaftsverordnung (AWV).

Als ergänzende Bausteine werden Daten aus anderen Quellen genutzt, wobei insbesondere die Folgenden zu nennen sind:

  • Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes
  • Haushaltsbefragung zu den Reiseverkehrsausgaben im Ausland
  • Auslandsstatus der Banken und Nichtbanken und Bestandserhebungen über Direktinvestitionen
  • Internes Rechenwerk der Deutschen Bundesbank
  • Andere nationale und internationale Statistiken zur Abstimmung und als Schätzgrundlage

Zusatzinformationen

Hinweis: Aktuelle Revisionen zum Beiheft 3 Zahlungsbilanzstatistik, September 2017

Im Rahmen einer außerordentlichen Revision des vierteljährigen Auslandsvermögensstatus wurden neue Angaben aus Sekundärquellen berücksichtigt, welche zu Korrekturen in der Zahlungsbilanzstatistik führten. Dies sind insbesondere Daten der BIZ über Einlagen deutscher Nichtbanken bei Banken im Ausland und Angaben zu den deutschen Auslandsverbindlichkeiten aus Euro-Banknotenemissionen.