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Zahlungsbilanz

Die Zahlungsbilanz erfasst alle wirtschaftlichen Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern innerhalb eines bestimmten Zeitraums und zeigt so die vielschichtigen außenwirtschaftlichen Verflechtungen einer Volkswirtschaft mit dem Rest der Welt.

Datenquellen

Die Erhebung der für die Erstellung der Zahlungsbilanz benötigten Daten erfolgt nicht nach einem einheitlichen Schema, sondern ist in Deutschland pragmatisch als Baukastensystem organisiert. Den Kernbaustein bildet das außenwirtschaftliche Meldewesen, welches grundsätzlich alle am Außenwirtschaftsverkehr teilnehmenden inländischen Banken, Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Stellen verpflichtet, ihre Transaktionen mit dem Ausland der Bundesbank zu melden. Rechtliche Grundlage der Meldevorschriften sind § 11 Abs. 2 des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) und darauf aufbauend §§ 67 ff. der Außenwirtschaftsverordnung (AWV).

Als ergänzende Bausteine werden Daten aus anderen Quellen genutzt, wobei insbesondere die Folgenden zu nennen sind:

  • Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes
  • Haushaltsbefragung zu den Reiseverkehrsausgaben im Ausland
  • Auslandsstatus der Banken und Nichtbanken und Bestandserhebungen über Direktinvestitionen
  • Internes Rechenwerk der Deutschen Bundesbank
  • Andere nationale und internationale Statistiken zur Abstimmung und als Schätzgrundlage