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Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (APP)

Das Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme, APP) wurde Anfang 2015 beschlossen. Bisweilen wird es auch als Erweitertes Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (Expanded Asset Purchase Programme, EAPP) bezeichnet. Das APP bestand zunächst aus drei Komponenten: dem Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen (CBPP 3, Start Oktober 2014), dem Programm zum Ankauf forderungsbesicherter Wertpapiere (ABSPP, Start November 2014) und dem Programm zum Ankauf von Wertpapieren des öffentlichen Sektors (PSPP, Start März 2015). Im Juni 2016 kam als weitere Komponente das Programm zum Ankauf von Wertpapieren des Unternehmenssektors (Corporate Sector Purchase Programme, CSPP) hinzu. Im Rahmen des APP hat das Eurosystem von März 2015 bis März 2016 für monatlich rund 60 Milliarden Euro Wertpapiere angekauft, von März 2016 bis März 2017 für monatlich 80 Milliarden Euro und seither wieder für monatlich 60 Milliarden Euro. Das APP wird auch als „Quantitative Lockerung“ bezeichnet. Darunter versteht man den geldpolitisch motivierten Ankauf von Schuldtiteln durch die Zentralbank mit dem Ziel, das Niveau der Marktzinsen nach unten zu drücken. Das APP soll bis mindestens Dezember 2017 laufen, nötigenfalls auch länger - solange bis der EZB-Rat erkennt, dass sich die Inflation wieder der Zielgröße von „unter, aber nahe 2%“ über die mittlere Frist annähert.