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Geldpolitik

Eurozeichen in Frankfurt [+]

Zentrales Geschäftsfeld der Deutschen Bundesbank ist die Geldpolitik. Gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und den anderen nationalen Zentralbanken im Euro-Raum – die zusammen das Eurosystem bilden – hat die Bundesbank den Auftrag, die Preisstabilität zu sichern. Ihr Präsident hat Sitz und Stimme im Europäischen Zentralbankrat (EZB-Rat) und wirkt so an den monatlichen geldpolitischen Entscheidungen mit. Er stützt sich dabei auf die Expertise der Ökonomen, Statistiker und Währungsexperten der Bundesbank.

Stabiles Geld ist ein wichtiges öffentliches Gut, es sorgt für sicheres Vermögen bei Sparern und fördert Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. Der EZB-Rat definiert Preisstabilität als Anstieg der durchschnittlichen Preise im Euro-Raum von unter aber nahe zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit Hilfe geldpolitischer Maßnahmen nimmt das Eurosystem indirekt Einfluss auf die allgemeine Preisentwicklung. Dazu verändert es über den Leitzins die Kosten, zu denen sich Geschäftsbanken Bargeld und Kredite beim Eurosystem beschaffen können. Auf diese Weise nimmt es sowohl die Zinssätze, zu dem sich die Geschäftsbanken untereinander Geld leihen, als auch auf die Kreditzinsen, zu denen private Haushalte und Unternehmen Kredite aufnehmen können, Einfluss. Da die Höhe von Kreditzinsen in der Regel ein wichtiger Faktor bei Kauf- und Investitionsentscheidungen ist, wirken geldpolitische Maßnahmen auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und letztlich auf die Preisentwicklung.

Im Einzelnen verfügt das Eurosystem über eine ganze Reihe geldpolitischer Instrumente. Zentral sind die sogenannten Offenmarktgeschäfte, bei denen die Notenbanken des Eurosystems für einen bestimmten Zeitraum Geld an die Geschäftsbanken geben und im Gegenzug Sicherheiten erhalten. Im Mittelpunkt der Offenmarktgeschäfte stehen die wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäfte mit einer Laufzeit von sieben Tagen. Der Zinssatz für diese Geschäfte ist der Leitzins, er gibt den geldpolitischen Kurs vor.

Die Bundesbank ist maßgeblich an der technischen Abwicklung der Refinanzierungsgeschäfte des Eurosystems sowie der Prüfung und Verwaltung der Sicherheiten, beteiligt. Darüber hinaus informieren Experten der Bundesbank in Interviews und Hintergrundgesprächen, sowie auf Messen und im Internet über die Geldpolitik des Eurosystems und nehmen zu wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen Stellung.

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Interview mit Vorstandsmitglied Joachim Nagel am Tag der offenen Tür: "Die Rolle der Finanzmärkte. Nutzen für uns alle?"
Moderation: Sascha Hingst