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Basistender

Das Eurosystem führt zur Verstetigung der Liquiditätszufuhr und als Beitrag zur Dispositionssicherheit der am Geldmarkt aktiven Banken im monatlichen Rhythmus längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (so genannte Basistender) mit dreimonatiger Laufzeit durch.

Die operationalen Merkmale der längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Es handelt sich um liquiditätszuführende Geschäfte.
  • Sie finden regelmäßig jeden Monat statt (nach dem im Voraus bekannt gegebenen Tenderkalender).
  • Sie werden dezentral von den einzelnen nationalen Zentralbanken als Standardtender durchgeführt.
  • Alle Geschäftspartner, welche die allgemeinen Zulassungsbedingungen erfüllen, können Gebote für die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte abgeben.
  • Sämtliche im einheitlichen Sicherheitenverzeichnis des Eurosystems enthaltenen Sicherheiten (siehe hierzu auch Navigationspunkt Sicherheiten) sind zur Besicherung von längerfristigen Refinanzierungsgeschäften zugelassen.

Neben den regelmäßig angebotenen Basistendern führt das Eurosystem auf Grund der derzeitigen Finanzmarktverwerfungen zusätzliche längerfristige Refinanzierungsgeschäfte durch. Mit diesen Geschäften verfolgt das Eurosystem das Ziel, den Normalisierungsprozess und das Funktionieren des Euro-Geldmarktes zu unterstützen.

Um die Kreditvergabe von Banken an die Realwirtschaft zu unterstützen, werden seit September 2014 acht gezielte längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRGs) mit einer Laufzeit von bis zu vier Jahren sowie vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeiten durchgeführt.