Die Auslandsposition der Deutschen Bundesbank
- Veröffentlichungspraxis
- Methodische Erläuterungen
- Datenquellen
- Offenlegungstableau für Währungsreserven und Fremdwährungsliquidität
Veröffentlichungspraxis
Die Auslandsposition wird monatlich von der Deutschen Bundesbank berechnet und circa ein bis zwei Wochen nach dem Ende des Berichtsmonats veröffentlicht.
Die Veröffentlichung der Auslandsposition erfolgt in folgender Form:
- Zeitreihendatenbank
- Monatsbericht
- Statistisches Beiheft 3, Zahlungsbilanzstatistik
- Statistische Sonderveröffentlichung 11, Zahlungsbilanz nach Regionen
Methodische Erläuterungen
Die Auslandsposition ist eine monatliche Bestandsstatistik. Die separat ausgewiesenen Währungsreserven umfassen neben dem Gold, der Reserveposition im IWF und den Sondererziehungsrechten auch Devisenreserven. Letztere erstrecken sich auf handelbare und liquide Forderungen in Fremdwährung gegenüber Schuldnern mit Sitz außerhalb des Euroraumes. Sonstige Auslandsforderungen beinhalten Forderungen innerhalb des Eurosystems (unter anderem gegenüber der EZB aus "Target-Salden", "Beteiligung am Kapital der EZB" und "Forderungen aus der Übertragung von Währungsreserven auf die EZB") sowie Forderungen aus Wertpapieren und Einlagen, die nicht die Kriterien von Währungsreserven erfüllen. Dabei wird differenziert nach Forderungen gegenüber Ansässigen innerhalb und außerhalb des Eurowährungsgebietes. Gleiches Unterscheidungskriterium gilt für die Auslandsverbindlichkeiten der Bundesbank, die hauptsächlich Einlagen von Gebietsfremden umfassen. Die in der Auslandsposition ausgewiesenen Bestände sind jeweils zu Marktpreisen zum Ultimo der Berichtsperiode bewertet.
Die Ermittlung der Währungsreserven richtet sich bezüglich der Konzepte und Definitionen sowie bei der Darstellung der Ergebnisse nach den methodischen Vorgaben des 5. Zahlungsbilanzhandbuches des Internationalen Währungsfonds (BPM5), der Leitlinie der Europäischen Zentralbank (EZB/2004/15, EZB/2007/3) und dem Handbuch „Statistical Treatment of the Eurosystem´s International Reserves“, EZB 2000.
Datenquellen
Die Daten zur Ermittlung der Auslandsposition werden im Wesentlichen dem Rechnungswesen der Deutschen Bundesbank entnommen.
Offenlegungstableau für Währungsreserven und Fremdwährungsliquidität
Dieses Offenlegungstableau präsentiert die deutschen Währungsreserven und die Fremdwährungsliquidität nach einem einheitlichen Publikationsschema. Das Schema wurde zur Verbesserung der Transparenz im Bereich der Währungsreserven als Reaktion auf die Finanzkrisen der 90er Jahre gemeinsam vom IWF und dem "Committee on the Global Financial System" der BIZ erarbeitet. (Näheres siehe unten "Methodik")
Veröffentlichungspraxis
Das "Data Template on International Reserves and Foreign Currency Liquidity" wird von der Bundesbank monatlich zum Ultimo der Berichtsperiode erstellt. Die wichtigsten Komponenten werden bereits fünf Arbeitstage nach Ende des Berichtsmonats im Rahmen des Special Data Dissemination Standard (SDDS) auf der National Summary Data Page (NSDP) beim Statistischen Bundesamt veröffentlicht.
Auf der Grundlage des SDDS wird das vollständige Publikationsschema jeweils bis zur Mitte des Folgemonats im Internet zur Verfügung gestellt. Das tatsächliche Veröffentlichungsdatum wird im Veröffentlichungskalender bekannt gegeben.
Diese Daten werden darüber hinaus monatlich auf dieser Website unter der Rubrik "Tabellen" veröffentlicht.
Methodische Erläuterungen
Das "Data Template on International Reserves and Foreign Currency Liquidity" liefert eine detaillierte Übersicht über die deutschen Währungsreserven (siehe "Auslandsposition der Deutschen Bundesbank") und sonstigen Fremdwährungsaktiva, sowie eventuelle und feststehende kurzfristige Fremdwährungszu- und -abflüsse (einschließlich der Forderungen und Verbindlichkeiten des Bundes). Neben traditionellen Bilanzdaten enthält es - soweit vorhanden - auch außerbilanzielle Positionen.
Die Statistik "Währungsreserven und Fremdwährungsliquidität" richtet sich im konzeptionellen Aufbau, der Methodik und Präsentation nach den international vereinbarten Konzepten. ("International Reserves and Foreign Currency Liquidity - Guidelines for a Data Template", IWF 2001 und "Statistical treatment of the Eurosystem's international reserves", EZB 2000).
Als SDDS-Indikator stehen sog. Metadaten auf dem Dissemination Standards Bulletin Board (DSBB) des IWF zur Verfügung. Sie beschreiben das methodische, konzeptionelle und institutionelle Rahmengerüst für die Veröffentlichung der deutschen "Währungsreserven und Fremdwährungsliquidität".
Datenquellen
Die Daten zur Erstellung des "Data Template on International Reserves and Foreign Currency Liquidity" werden im Wesentlichen dem Rechnungswesen der Deutschen Bundesbank und den Veröffentlichungen der Finanzagentur Deutschland GmbH für die Bestandsdaten des Bundes entnommen.
