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Auslandsvermögensstatus

Im Auslandsvermögensstatus der Bundesrepublik Deutschland werden die Forderungen und Verbindlichkeiten Deutschlands gegenüber dem Ausland zum Ultimo einer Berichtsperiode erfasst. Der Auslandsvermögensstatus gibt damit sowohl Auskunft über die Höhe und Struktur des Finanzvermögens, das Inländer im Ausland halten, als auch über das Finanzvermögen, das von Ausländern in Deutschland gehalten wird.

Balkendiagramm zum Deutschen Auslandsvermögen (Quelle: Bundesbank)

Veröffentlichungspraxis

Der Auslandsvermögensstatus wird vierteljährlich von der Deutschen Bundesbank aufgestellt und jeweils zum Quartalsende mit einer zeitlichen Verzögerung von einem Quartal veröffentlicht. Das Veröffentlichungsdatum ist jeweils der letzte Arbeitstag im Quartal.

Darüber hinaus wird im September jeden Jahres der Auslandsvermögensstatus zum Ende des Vorjahres auf Basis detaillierter Datenquellen erstellt und im Rahmen einer Pressenotiz veröffentlicht.

Das Veröffentlichungsdatum für den vierteljährlichen und jährlichen Auslandsvermögensstatus wird spätestens bis zum Freitag der Vorwoche im Veröffentlichungskalender bekannt gegeben.

Die Veröffentlichung des Auslandsvermögensstatus erfolgt in folgender Form:

  • Zeitreihendatenbank
  • Pressenotiz
  • Monatsbericht
  • Statistisches Beiheft 3, Zahlungsbilanzstatistik
  • Statistische Sonderveröffentlichung 11, Zahlungsbilanz nach Regionen

Um ein möglichst vollständiges Bild der Beziehungen mit dem Ausland wiedergeben zu können, werden Korrekturen in den zugrundeliegenden primärstatistischen Datenquellen (siehe unten) bzw. methodische Änderungen nachträglich im Rahmen bestimmter Revisionszyklen in den Auslandsvermögensstatus aufgenommen.

Allgemeines zu den Veröffentlichungszeitpunkten und zur Revisionspolitik finden Sie in der rechten Spalte unter „Publikationen“.

Methodische Erläuterungen

Der Auslandsvermögensstatus der Bundesrepublik Deutschland ist eine vierteljährliche bzw. jährliche Bestandsstatistik. Die deutschen Forderungen und Verbindlichkeiten werden den vier inländischen Wirtschaftssektoren "Monetäre Finanzinstitute (ohne Bundesbank)", "Unternehmen und Privatpersonen", "Öffentliche Haushalte" und der "Bundesbank" zugeordnet. Die Angaben sind jeweils nach den Anlagekategorien "Direktinvestitionen", "Wertpapieranlagen" und "Übrige Kapitalanlagen" gegliedert. Je nach Relevanz für den jeweiligen Wirtschaftssektor ist eine weitere Untergliederung nach Finanzinstrumenten vorgesehen. Bei der Bundesbank erfolgt ein separater Ausweis der Währungsreserven. Darüber hinaus werden die Angaben in Euro- und Fremdwährung gegliedert. Alle genannten Untergliederungen sind jeweils als Aktiva (Forderungen an das Ausland) und Passiva (Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland) sowie mit dem daraus resultierenden Saldo dargestellt. Der Saldo gibt jeweils an, ob Deutschland bzw. der jeweilige Wirtschaftssektor eine Nettogläubiger- oder Nettoschuldnerposition gegenüber dem Ausland einnimmt. Die im Auslandsvermögensstatus ausgewiesenen Bestände sind jeweils zu Marktpreisen zum Ultimo der Berichtsperiode bewertet.

Der deutsche Auslandsvermögensstatus richtet sich bezüglich der Konzepte und Definitionen sowie bei der Darstellung der Ergebnisse nach den methodischen Vorgaben des 5. Zahlungsbilanzhandbuches des Internationalen Währungsfonds (BPM 5) sowie der Leitlinie der EZB über die statistischen Berichtsanforderungen im Bereich der Zahlungsbilanz, des Auslandvermögensstatus sowie der Währungsreserven (EZB/2004/15 und EZB/2007/3).

Der Auslandsvermögensstatus ist ein wichtiger statistischer Indikator für die Außenwirtschaft innerhalb des „Special Data Dissemination Standard” (SDDS) des IWF. Auf dem Dissemination Standards Bulletin Board (DSBB) des IWF stehen sogenannte Metadaten zur Verfügung, die das methodische, konzeptionelle und institutionelle Rahmengerüst des deutschen Auslandsvermögensstatus beschreiben (englischsprachig).

Inwiefern Länder gewisse international anerkannte statistische Standards erfüllen, dokumentiert der IWF in seinen Data-ROSCs (Reports on the Observance of Standards and Codes). Der Data-ROSC für Deutschland wurde im Jahr 2005 erstellt und stellt unter anderem die Ergebnisse der Überprüfung der Zahlungsbilanzstatistik und des Auslandsvermögensstatus dar.

Weitere methodische Informationen lassen sich der Veröffentlichung European Union Balance of Payments / International Investment Position Statistical Methods (BOP Book) entnehmen, die für alle EU-Mitgliedsländer die Methoden zur Erstellung der Zahlungsbilanz und des Auslandsvermögensstatus beinhaltet.

Nähere Informationen zu methodischen Anpassungen des Auslandsvermögensstatus im Zeitverlauf sind in der Pressenotiz vom Dezember 1999 sowie im Monatsberichtsaufsatz der Deutschen Bundesbank vom Oktober 2008 beschrieben.

  • Das deutsche Auslandsvermögen Ende 1998 - Pressenotiz vom Dezember 1999
  • Das deutsche Auslandsvermögen seit Beginn der Währungsunion: Entwicklung und Struktur - Monatsberichtsaufsatz Oktober 2008

Datenquellen

Der Auslandsvermögensstatus der Bundesrepublik Deutschland basiert als Sekundärstatistik hauptsächlich auf Bestandsangaben, die in den entsprechenden Primärstatistiken erhoben wurden. Zu den Hauptquellen gehören:

  • Auslandsposition der Bundesbank
  • Auslandsstatus der Banken
  • Auslandsstatus der Nichtbanken
  • Depotstatistik
  • Bestandserhebung über Direktinvestitionen
  • Zahlungsbilanzstatistik der Bundesbank
  • Weitere interne und externe Quellen

Auslandsverschuldung

Die deutsche Auslandsverschuldung (External Debt) gibt als Bruttoverschuldung nur einen Teilbereich der im Auslandsvermögensstatus ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland wieder. In die Auslandsverschuldung werden nur Finanzinstrumente mit Schuldcharakter einbezogen. (Näheres siehe unter "Methodische Erläuterungen")

Veröffentlichungspraxis

Die deutsche Auslandsverschuldung wird vierteljährlich von der Deutschen Bundesbank erstellt und jeweils zum Quartalsende mit einer zeitlichen Verzögerung von einem Quartal auf dieser Webseite unter der Rubrik "Tabellen" (siehe oben) veröffentlicht.

  • Zeitreihendatenbank
  • Tabelle zur Auslandsverschuldung

Das Veröffentlichungsdatum ist jeweils der letzte Arbeitstag im Quartal und wird am Freitag der Vorwoche im Veröffentlichungskalender bekannt gegeben.

Die Quarterly External Debt Database, die zusammen von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfond entwickelt wurde, stellt detaillierte Daten zur Auslandsverschuldung, welche jeweils von den SDDS-Mitgliedsländern veröffentlicht werden, an einer zentralen Stelle im Internet zur Verfügung. Diese Datenbank enthält auch Daten für zurückliegende Zeiträume.

Methodische Erläuterungen

Die deutsche Auslandsverschuldung ist eine vierteljährliche Bestandsstatistik. In die Auslandsverschuldung werden ausschließlich Instrumente mit Schuldcharakter wie Schuldverschreibungen, Kredite oder Einlagen einbezogen. Nicht enthalten sind alle finanziellen Ansprüche, die Beteiligungsrechte begründen wie Aktien, Investmentzertifikate und Beteiligungskapital sowie Grundbesitz. Die deutsche Auslandsverschuldung wird den vier Wirtschaftssektoren "Öffentliche Haushalte", "Bundesbank", "Monetäre Finanzinstitute" sowie den "Unternehmen und Privatpersonen" zugeordnet. Die von inländischen Unternehmen aufgenommenen Direktinvestitionskredite, die - anders als das Beteiligungskapital - Verbindlichkeiten der Kreditnehmer darstellen, werden entsprechend der Schuldner-Gläubiger-Beziehung separat dargestellt. Die in der Auslandsverschuldung ausgewiesenen Bestände sind jeweils zu Marktpreisen zum Ultimo der Berichtsperiode bewertet.

Die Statistik der Auslandsverschuldung richtet sich bezüglich der Konzepte und Definitionen sowie bei der Darstellung der Ergebnisse nach den methodischen Vorgaben des External Debt Manuals (External Debt Statistics: Guide for Compilers and Users).

Die Auslandsverschuldung ist ein wichtiger statistischer Indikator für die Außenwirtschaft innerhalb des "Special Data Dissemination Standard" (SDDS) des IWF. Auf dem Dissemination Standards Bulletin Board (DSBB) des IWF stehen sog. Metadaten zur Verfügung, die das methodische, konzeptionelle und institutionelle Rahmengerüst der deutsche Auslandsverschuldung und ihre Abgrenzung zum Auslandsvermögensstatus beschreiben (englischsprachig).

Datenquellen

Die deutsche Auslandsverschuldung basiert als Sekundärstatistik hauptsächlich auf dem Auslandsvermögensstatus sowie auf Bestandsangaben, die in den entsprechenden Primärstatistiken erhoben wurden. Zu den Hauptquellen gehören:

  • Auslandsposition der Bundesbank
  • Auslandsstatus der Banken
  • Auslandsstatus der Nichtbanken
  • Depotstatistik
  • Statistik über Direktinvestitionen
  • Zahlungsbilanzstatistik der Bundesbank
  • Weitere interne und externe Quellen

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