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Euroraum und Euro-Länder

Kartendarstellung des Euroraums [+]

Zur Durchführung einer einheitlichen Geldpolitik für das Euro-Währungsgebiet benötigt die EZB umfangreiche Informationen über den geldschöpfenden Sektor. Dabei zählen die bankstatistischen Gesamtrechnungen zu den wichtigsten Entscheidungsgrundlagen. Diese umfassen die von der EZB aus den nationalen Beiträgen der Mitgliedsländer aufgestellte konsolidierte Bilanz des Sektors der Monetären Finanzinstitute (MFIs) für das Euro-Währungsgebiet und die daraus abgeleitete Entwicklung der Geldbestände im Bilanzzusammenhang, deren Auswertung als Monetäre Analyse bezeichnet wird.

Neben den Informationen über den geldschöpfenden Sektor werden zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Gebietes der Europäischen Währungsunion auch effektive Wechselkurse des Euro sowie allgemeine Wirtschaftsindikatoren herangezogen. Zu Letzteren zählen insbesondere das reale Bruttoinlandsprodukt, die Industrieproduktion, die Kapazitätsauslastung der Industrie, die Arbeitslosenquote und der Harmonisierte Verbraucherpreisindex.

Solide öffentliche Finanzen sind wesentliche Grundlage für die Stabilität der Wirtschafts- und Währungsunion. Die Entwicklung der öffentlichen Finanzen der Mitgliedsländer wird daher im Rahmen des „Stabilitäts- und Wachstumspakts“ der Europäischen Union beobachtet. Finanzierungssaldo und Schuldenstand sind dabei die fiskalischen Indikatorgrößen, die dem „Verfahren bei einem übermäßigen Defizit“ zugrunde liegen.