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Frankfurt am Main | 27.08.2015

Bundesbank: Ein wichtiger Partner vor Ort

Mit neun Hauptverwaltungen (HV) ist die Bundesbank in allen großen Regionen Deutschlands vertreten. Jede HV ist für mindestens ein Bundesland zuständig, manche auch für mehrere Bundesländer. Die Hauptverwaltungen haben derzeit 35 Filialen (Stand Oktober 2015). Die HV in Baden-Württemberg zum Beispiel ist in Stuttgart. An diesem Standort gibt es auch eine Filiale, weitere sind in Karlsruhe, Reutlingen, Freiburg, Villingen-Schwenningen und Ulm.

Filialen und Hauptverwaltungen übernehmen unterschiedliche Aufgaben. An den Standorten von Hamburg bis München und von Düsseldorf bis Berlin sind insgesamt etwa 2 600 Mitarbeiter in den Hauptverwaltungen beschäftigt. In den Filialen arbeiten weitere rund 2 600 Mitarbeiter.

Hauptverwaltungen: die Aufsicht vor Ort

Eine zentrale Aufgabe der Mitarbeiter in den Hauptverwaltungen ist die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister in ihrer Region. Die Aufseher werten Meldungen und Berichte aus, die von den Kreditinstituten regelmäßig eingereicht werden müssen. Dazu gehören beispielsweise Jahresabschlüsse. Auch führen die Aufseher regelmäßig Aufsichtsgespräche mit den Geschäftsleitern der überwachten Institute. Die Bankenprüfer beurteilen, ob die untersuchten Institute entsprechend den gesetzlichen Vorgaben angemessen mit Kapital und Liquidität ausgestattet sind. Außerdem bewerten sie, ob sich die Banken an die vorgeschriebenen Mindestanforderungen im Umgang mit Risiken halten.

Eine wichtige Funktion bei der praktischen Umsetzung geldpolitischer Maßnahmen erfüllen die Mitarbeiter in den Hauptverwaltungen außerdem bei der sogenannten Bonitätsanalyse. Zu den Kernaufgaben einer Zentralbank gehört es, Banken gegen ausreichende Sicherheiten mit Geld zu versorgen. Eine solche Sicherheit kann eine Kreditforderung gegenüber einem Unternehmen sein. Die als Schuldner auftretenden Unternehmen müssen von der Bundesbank allerdings als "notenbankfähig" anerkannt werden. Dazu überprüfen die Mitarbeiter der Hauptverwaltungen die Bilanzen der Unternehmen. Diese können auch unabhängig davon eine Bonitätsanalyse bei den Hauptverwaltungen in Auftrag geben.

Die ökonomische Bildung vor Ort ist eine weitere wichtige Aufgabe. Regelmäßig informieren Experten der Bundesbank bei Veranstaltungen in der Region wie etwa "Forum Bundesbank" verständlich und aktuell über Themen wie Geld, Geldpolitik und Finanzmärkte. Die Veranstaltungen stehen allen Bürgern offen. Außerdem bieten die Mitarbeiter der Hauptverwaltungen auch Seminare für Lehrer oder Schüler zu aktuellen Entwicklungen der Geldpolitik an.

Filialen: erste Adresse bei Bargeld

Die Filialen der Bundesbank sind die erste Adresse in Deutschland beim Bargeld: An derzeit 35 Standorten bringen die Mitarbeiter frisch gedruckte Banknoten und gerade geprägte Münzen in Umlauf. Das Geld geht von hier aus etwa an Banken oder Großkunden wie Supermärkte, die damit ihre Geldautomaten oder Kassenbestände auffüllen. Die Tageseinnahmen bringen die Wert­transport­unternehmen dann wieder zurück zur Bundesbank, wo das Geld auf ihren Konten gutgeschrieben wird. Eine wichtige Aufgabe der Filialen ist es, bei ihnen eingezahlte Banknoten und Münzen auf Echtheit und Qualität zu überprüfen. Ist Bargeld verschmutzt oder beschädigt, wird es vernichtet und durch neue Banknoten und Münzen ersetzt.

Aus diesem Grund ist Bargeld ein sehr sicheres Zahlungsmittel: Denn je besser die Qualität der umlaufenden Banknoten ist, desto schwerer fällt es Geldfälschern, sogenannte Blüten in den Bargeldkreislauf zu schleusen. Haben Bürger beschädigtes Geld, können sie zu einer Filiale der Bundesbank gehen und die Noten oder Münzen eintauschen. Dazu muss mehr als die Hälfte der Banknote erhalten sein oder nachgewiesen werden, dass der Rest vernichtet wurde. Ist es einmal besonders knifflig, wird das beschädigte Geld zum Nationalen Analysezentrum der Bundesbank in Mainz geschickt. Dort nehmen Spezialisten den Fall unter die Lupe und erstatten gegebenenfalls das Geld.

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