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Frankfurt am Main | 09.02.2017

Bundesbank schließt Goldverlagerungen aus New York ab

Die Deutsche Bundesbank hat die Goldverlagerungen aus New York im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen. "Die Verlagerungen liefen reibungslos und es gab keinerlei Beanstandungen", sagte Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, bei einem Pressegespräch in Frankfurt am Main. "Das Lagerstellenkonzept für New York, welches die Verlagerung von 300 Tonnen Gold aus New York nach Frankfurt vorsah, wurde 2016 vollständig umgesetzt", so Thiele.Die jetzt noch in Paris lagernden Goldreserven werde die Bundesbank im Jahr 2017 vollständig nach Frankfurt verlagern, ergänzte er.

Die deutschen Goldreserven

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt über 216 Tonnen Gold von ausländischen Lagerstellen nach Deutschland verlagert, davon 111 Tonnen aus New York und 105 Tonnen aus Paris. Damit wurden seit 2013 schrittweise knapp 283 Tonnen Gold von Paris und 300 Tonnen Gold von New York nach Frankfurt am Main verlagert. Am 31. Dezember 2016 lagerten 47,9 Prozent der deutschen Goldreserven in Frankfurt, 36,6 Prozent in New York, 12,8 Prozent in London und die restlichen 2,7 Prozent in Paris.

Lagerstellenkonzept für die deutschen Goldreserven

Die Bundesbank wird somit deutlich früher als geplant die Hälfte der deutschen Goldreserven in eigenen Tresoren in Frankfurt am Main verwahren. Das im Jahr 2013 vorgestellte Lagerstellenkonzept sah vor, dass ab 2020 eine Hälfte der deutschen Goldreserven in Deutschland lagert. Die andere Hälfte verbleibt bei den Partnernotenbanken Federal Reserve Bank in New York, wo dann 37 Prozent lagern werden, und bei der Bank of England in London, die 13 Prozent der deutschen Goldreserven verwahren wird.

Die Bundesbank orientiert sich mit ihrem Lagerstellenkonzept an den beiden wichtigsten Funktionen der Goldreserven: der Vertrauensbildung im Inland und der Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit Gold in Fremdwährungen an Goldhandelsplätzen im Ausland tauschen zu können. Da Frankreich wie Deutschland zum Euro-Währungsgebiet gehört, wird im Zuge der Umschichtung die Lagerstelle bei der Banque de France aufgelöst.

Weltweit zweitgrößter Goldbestand

Rund 3.378 Tonnen Gold sind heute im Besitz der Deutschen Bundesbank. Ende 2016 waren diese Goldbestände etwa 119,3 Milliarden Euro wert. Deutschland verfügt damit über den weltweit zweitgrößten Goldbestand nach den Vereinigten Staaten. Der Goldbestand stellt zwei Drittel der deutschen Währungsreserven dar, der Rest entfällt auf Devisenreserven und Forderungen gegenüber dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wie den Sonderziehungsrechten.

Zum 31. Dezember 2016 verteilten sich die Goldreserven der Bundesbank damit wie folgt auf die einzelnen Lagerstellen:

BestandAnteil
Deutsche Bundesbank,
Frankfurt am Main

1.619 t

47,9 %
Federal Reserve Bank, New York1.236 t36,6 %
Bank of England, London432 t12,8 %
Banque de France, Paris91 t2,7 %
Insgesamt3.378 t100,0 %
Gerundete Zahlen.

Zusatzinformationen

Gold im Tresor

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Unkommentierte Filmaufnahmen zum Thema "Gold". Zu sehen sind Goldbarren in einem Tresor der Deutschen Bundesbank. Medien können das Footage-Material (in HD-Auflösung) über die Pressestelle der Deutschen Bundesbank anfordern.