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Frankfurt am Main | 20.03.2017

Deutsche Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs

Laut dem aktuellen Monatsbericht der Bundesbank befindet sich die deutsche Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs. Die positive Lage werde besonders durch die Aktivitäten in der Industrie gestützt, die von einer lebhaften Nachfrage aus dem In- und Ausland profitiere, so die Ökonominnen und Ökonomen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Umsätze in der Industrie im Januar 2017 sehr stark gestiegen (saisonbereinigt um 3¾ Prozent). Genauso stark stieg laut dem Bericht die Erzeugung deutscher Industrieunternehmen. Vor allem Auto-Hersteller hätten ihre Produktion ganz erheblich gesteigert.

Schwacher Auftragseingang kein Grund zur Sorge

Die industriellen Auftragseingänge seien dagegen im Januar außerordentlich kräftig gefallen (saisonbereinigt um 7¼ Prozent im Vergleich zum Vormonat). Dabei gingen die Aufträge aus dem Inland besonders stark zurück, aber auch die Bestellungen aus dem Euro-Raum und aus Drittstaaten sanken. Diese Rückgänge seien jedoch noch kein Grund zur Sorge, heißt es in dem Bericht. So sei der Einbruch vor dem Hintergrund der sehr hohen Zuwachsraten im vierten Quartal 2016, der guten Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe, der hohen Kapazitätsauslastung und der zuletzt hohen Volatilität der Auftragseingänge zu sehen. Zudem läge der Rückgang ohne Berücksichtigung von Großaufträgen bei 3 Prozent und fiele damit nicht mehr so deutlich aus.

Positive Entwicklung am Arbeitsmarkt

Die Lage am Arbeitsmarkt ist laut dem Bericht noch günstiger, als zuvor angenommen. So habe ein Datenverarbeitungsfehler bei der Bundesagentur für Arbeit dazu geführt, dass das Bild einer nachlassenden Dynamik vermittelt worden sei, schreiben die Fachleute. Nach den korrigierten Angaben sei die Zahl der Erwerbstätigen im Januar 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat um 609 000 beziehungsweise 1,4 Prozent gestiegen. Die Frühindikatoren der Beschäftigung, beispielsweise der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit, deuteten darauf hin, dass auch in den nächsten Monaten in erheblichem Umfang zusätzliche Stellen aufgebaut werden könnten.

Verbraucherpreise sind gestiegen

Die Verbraucherpreise stiegen laut dem Bericht im Februar 2017 leicht: um saisonbereinigt 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Insbesondere für Gemüse hätten die Verbraucherinnen und Verbraucher witterungsbedingt mehr zahlen müssen. Die Preise für andere Waren und Dienstleistungen einschließlich Mieten seien dagegen insgesamt nur wenig angestiegen.

Weitere Themen

Weitere Aufsätze im Monatsbericht beleuchten die deutsche Zahlungsbilanz für das Jahr 2016 mit einem Fokus auf den Anstieg der deutschen Target2-Forderungen und die Konjunkturbereinigung der Länder im Rahmen der Schuldenbremse.

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