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Frankfurt am Main | 23.08.2017

Bundesbank schließt Goldverlagerung vorzeitig ab

50,6 Prozent der deutschen Goldreserven lagern nun in Deutschland. Dieses Ziel hatte sich die Deutsche Bundesbank 2013 gesetzt - spätestens im Jahr 2020 sollte es erreicht sein. "Das gesamte Lagerstellenkonzept wurde damit insgesamt rund drei Jahre vor dem geplanten Termin abgeschlossen", sagte Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele vor Vertretern der Presse.

Die deutschen Goldreserven

Hunderte Tonnen schrittweise nach Frankfurt gebracht

Das Konzept sah vor, dass im Jahr 2020 die Hälfte der deutschen Goldreserven in eigenen Tresoren in Frankfurt am Main lagert. In mehreren Schritten wurden dazu rund 300 Tonnen Gold aus New York und rund 374 Tonnen Gold aus Paris in die Mainmetropole gebracht.

Gold und Goldbarren

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Verlagerungen:

 Aus ParisAus
New York
GesamtAnteil
in Tonnenin Prozent
2013 verlagert32 t5 t37 t5 %
2014 verlagert35 t85 t120 t18 %
2015 verlagert111 t99 t210 t31 %
2016 verlagert105 t111 t216 t32 %
2017 verlagert91 t./.91 t14 %
Gesamt374 t300 t674 t100 %

Aktuell lagert das deutsche Gold nun nur noch an drei Standorten: Bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main und den beiden Partnernotenbanken Federal Reserve Bank in New York und Bank of England in London. Die Banque de France bewahrt nun kein deutsches Gold mehr auf.

Wie das Gold auf die verbleibenden Lagerstellen verteilt ist, zeigt die nächste Tabelle:

 Bestand
in Tonnen*
Anteil
in Prozent
Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main1.710 t50,6 %
Federal Reserve Bank, New York1.236 t36,6 %
Bank of England, London432 t12,8 %
Gesamt3.378 t100,0 %
* gerundet

Die Bundesbank orientiert sich mit ihrem Lagerstellenkonzept an den beiden wichtigsten Funktionen der Goldreserven: der Vertrauensbildung im Inland und der Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit Gold in Fremdwährungen an Goldhandelsplätzen im Ausland tauschen zu können.

Prüfung auf Echtheit bei Ankunft der Goldbarren

Expertinnen und Experten der Deutschen Bundesbank kontrollierten den Eingang und die Echtheit sowie Feingehalt und Gewicht der Goldbarren. Eine aktualisierte Goldbarrenliste wird die Bundesbank im Frühjahr 2018 zum Stand 31. Dezember 2017 veröffentlichen.

Zusatzinformationen

Bundesbank schließt Goldverlagerung vorzeitig ab

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Drei Jahre früher als geplant hat die Deutsche Bundesbank die Verlagerung ihrer Goldreserven aus New York und Paris nach Frankfurt am Main abgeschlossen.

Die deutschen Goldreserven

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Die Bundesbank liegt mit der Verlagerung des Goldes von ausländischen Lagerstellen sehr gut im Zeitplan. 2015 wurden 110 Tonnen aus Paris und 100 Tonnen aus New York nach Frankfurt verlagert.

Das im Jahr 2013 vorgestellte Lagerstellenkonzept sieht vor, dass die Bundesbank ab 2020 die Hälfte der deutschen Goldreserven in eigenen Tresoren in Frankfurt am Main lagert. Dazu sollen schrittweise 300 Tonnen Gold aus New York und die gesamten 374 Tonnen Gold aus Paris nach Frankfurt am Main verlagert werden.

Seit Beginn der Verlagerungen im Jahr 2013 wurden insgesamt 367 Tonnen Gold nach Frankfurt am Main gebracht, davon 177 Tonnen aus Paris und 190 Tonnen aus New York. Das entspricht etwa 54,5 Prozent der zu verlagernden Menge (Stand 31.12.2015).

Ein Film, der im Februar 2015 fertig gestellt wurde, erklärt die Entstehung der deutschen Goldreserven und die Hintergründe der Verlagerungen.