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60 Jahre Währungsreform

Währungsreform 1948

Am Sonntag, dem 20. Juni 1948, trat die lang erwartete Währungsreform in Kraft. Jeder Bürger konnte 40 Reichsmark gegen 40 neue Deutsche Mark eintauschen.

Anfänglich umstritten, bildete die Währungsreform eine solide Basis für die wirtschaftliche Entwicklung Westdeutschlands

Ausführliche Informationen zur Geschichte der Währungsreform finden Sie auf der Seite Währungsreform 1948.

Chronologie

Die Daten zum rechtlichen Rahmen der deutschen Geldpolitik 1948-2007 stehen im Bereich "50 Jahre Bundesbank" zur Verfügung.

Veröffentlichungen

Namensbeitrag
  • "Das Glück der Mark" Namensbeitrag von Herrn Prof. Dr. Weber in der Financial Times Deutschland vom 23. Juni 2008

Prof. Dr. Weber " (...) Die D-Mark ist inzwischen Geschichte, gleichzeitig ist aus der ehemaligen Vision einer gemeinsamen europäischen Währung Realität geworden. (...)"

Zitate

Jacques Chirac, ehem. Staatspräsident Frankreichs, Interview in: Focus 38, 1997

"... wenn es eine gemeinsame Währung gibt, sind Währungsmanipulationen von vornherein ausgeschlossen. Die Harmonisierung der Wirtschaftspolitik wird sich ganz von selbst ergeben."


Karl Bernard, Vorsitzender des Zentralbankrats der Bank deutscher Länder, 20. Juli 1948

Frage: „Haben Sie, Herr Bernard, Vertrauen in die neue Währung?“

Antwort: „Ganz gewiss, sonst würde ich nicht auf diesem Platz sitzen. Dass bei der Umstellung von der Reichsmark auf die Deutsche Mark einige Schwierigkeiten zu überwinden sein würden, war von vornherein selbstverständlich. Aber im grossen und ganzen ist die Umstellung reibungslos vonstatten gegangen.“


Wilhelm Vocke, erster Bundesbankpräsident, 1973

"Es waren keine Dilettanten, die mir damals und noch einige Zeit nach dem Start erklärten, die Sache sei hoffnungslos, die Deutsche Mark sei keine Währung, sondern ein schlechter Witz, sie könne auch nie eine richtige Währung werden. Schacht dachte so, und meine Freunde von der Bank von England, sie haben sich deutlich so ausgedrückt. Auch Gutt, der damalige Leiter des Internationalen Währungsfonds in Washington gab mir keine Chance."


Wilhelm Vocke, erster Bundesbankpräsident, 1973

"So etwas hatte es noch nicht gegeben, eine Währung, die ohne Gold und Devisendeckung ihre Aufgabe als ein nationales und womöglich auch internationales stabiles Geld erfüllen sollte."


Prof. Dr. Ludwig Erhard, 1948

"Eine Währungsreform ohne einen wirtschaftlichen Kurswechsel wäre zu einem völligen Scheitern der Reform verurteilt gewesen."


Prof. Dr. Ludwig Erhard, 17. Juni 1948

"Wir sind uns darüber klar, dass diese Währungsreform an sich als technische Maßnahme nicht die Gesundung bringen kann, sondern dass sie nur die Grundlagen und die Voraussetzungen für eine gedeihliche Entwicklung schafft."


Prof. Dr. Ludwig Erhard, Direktor der Verwaltung für Wirtschaft, Juni 1949

"Das aber, was seit einem Jahr immerhin am Wiederaufbau unserer Wirtschaft und an Verbesserung der sozialen Lage unseres Volkes erreicht wurde, das hat allein der entschlossene Übergang von der Zwangswirtschaft zur Marktwirtschaft bewirkt."


Professor Dr. Ludwig Erhard, Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft, 7. Januar 1958

"Wenn ich jetzt daran denke, welche Fragen uns in der ersten Phase nach der Währungsreform beschwerten, als wir erst wieder einmal zu einem gleichgewichtigen Preisniveau hinfinden mussten, oder als man unter der Androhung und auch Durchführung eines Generalstreiks den Versuch machte, uns wieder in die früheren Formen der Preisbindung und der Bewirtschaftung zurückdrängen zu wollen. Hier gehörten schon starke Männer und gute Nerven dazu, in solchen Wirrnissen doch gutes Gleichmaß zu behalten."


Dr. Helmut Kohl, 50 Jahre D-Mark. Festakt in der Paulskirche, Handelsblatt vom 20./21. Juni 1998

D-Mark „ein Symbol für 50 Jahre Frieden, Freiheit und Stabilität in Wohlstand.“


Abbildungen einzelner Banknoten

In der unten aufgeführten Tabelle steht Ihnen eine Auswahl an verschiedenen 20 DM Banknoten zur Verfügung. Im Bildarchiv der Münz- und Geldscheinsammlung stehen Ihnen eine Reihe hochauflösender Bilddateien zum Download zur Verfügung. Bei Verwendung bitten wir um Quellenangabe. Falls Sie weiteres Bildmaterial benötigen, sowie für Rückfragen steht Ihnen die Pressestelle der Deutschen Bundesbank zur Verfügung (Tel. +49 69 9566 - 3511 oder 3512).

Tabelle DM-Banknoten
Vorschau Titel Pixel Größe Typ
20 DM  1948 Vorderseite Serie 1 JPG 20 DM 1948 - Vorderseite I
(im Umlauf bis 1964)
1715x779 3,9 MB TIF
JPG 20 DM 1948 - Rückseite I 1716x786 3,9 MB TIF
20 DM  1948 Vorderseite Serie 2 JPG 20 DM 1948 - Vorderseite II
(im Umlauf bis 1949)
1842x777 4,2 MB TIF
20 DM  1948 Rückseite Serie 2 JPG 20 DM 1948 - Rückseite II 1843x777 4,2 MB TIF
20 DM  1980 Vorderseite JPG 20 DM 1960 - Vorderseite
(ab 1961 im Umlauf)
1649x819 516 KB JPG
20 DM  1980 Rückseite JPG 20 DM 1960 - Rückseite 1646x818 497 KB JPG
20 DM  1991 Vorderseite JPG 20 DM 1991 - Vorderseite
(ab 1992 im Umlauf)
1633x792 389 KB JPG
20 DM  1991 Rückseite JPG 20 DM 1991 - Rückseite 1633x784 353 KB JPG

Literaturhinweise/Veröffentlichungen

  • Buchheim, Christoph: Die Errichtung der Bank deutscher Länder und die Währungsreform in Westdeutschland, in: Fünfzig Jahre Deutsche Mark, hrsg. von der Deutschen Bundesbank, München 1998, S. 91 - 138
  • Distel, Joachim: Die Errichtung des westdeutschen Zentralbanksystems mit der Bank deutscher Länder, Tübingen 2003
  • Wandel, Eckhard: Die Entstehung der Bank deutscher Länder und die deutsche Währungsreform 1948, Frankfurt am Main 1980
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