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Zur Navigation  Zum Inhalt  18. März 2010, 06:21 Uhr
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Falschgeld

Leitfaden Münzen

Die folgenden Hinweise für die Falschmünzerkennung wurden von Falschgeldexperten in Zusammenarbeit mit dem europäischen technischen und wissenschaftlichen Zentrum (European Technical and Scientific Centre) erstellt.

Man muss nicht unbedingt ein Münzexperte sein, um Falschmünzen von echten Münzen unterscheiden zu können. Die elementare Echtheitsprüfung verlangt keine komplizierten Hilfsmittel, ein kleiner Magnet und ein Blatt Papier genügen.

Nationale Rückseite der 2 Euro Gedenkmünze Griechenland
  1. Echte Münzen werden in Prägeanstalten mit speziellen Münzprägemaschinen hergestellt. Der hohe technologische Standard und die genauen Spezifikationen sorgen für eine gleichbleibend hohe Münzqualität.
  2. Echte Euro-Münzen weisen verschiedene charakteristische Merkmale auf. Sollte eines davon fehlen, ist die Münze verdächtig und muss näher untersucht werden.
  3. Die nachstehenden Grundregeln sollen eine erste grobe Prüfung mutmaßlicher Falschmünzen ermöglichen, die später gegebenenfalls durch ein sachgerechtes, eingehenderes Verfahren zu ergänzen ist.

1. Erster Eindruck

  • Bei echten Münzen hebt sich das Münzbild klar abgegrenzt von der übrigen Münzoberfläche ab. Alle Konturen treten deutlich und scharf ausgeprägt aus dem Münzgrund heraus und sind klar zu erkennen. Im Gegensatz dazu wirkt das Münzbild von Falschmünzen oftmals unscharf und weich ausgeprägt. Die Oberfläche ist teilweise narbig und weist Unregelmäßigkeiten in Form von Flecken, Verklecksungen, Linien oder Einkerbungen auf.
  • Darstellung echter und falscher MuenzraenderDas Gleiche gilt für die Ränder verdächtiger Münzen. Echte Münzen haben einen sauber ausgeprägten Münzrand. Je nach Nominal besitzen echte Münzen eine Randstabausprägung mit unterschiedlichen Riffelungen. Bei verdächtigen Münzen wirkt der Münzrand sehr oft nur unsauber ausgeprägt. Die Anzahl und die Ausprägungen der Riffelungen weicht manchmal deutlich von denen echter Münzen ab.
  • Insbesondere bei den 2-Euro-Münzen gibt die Untersuchung der im Münzrand eingeprägten Randschrift häufig einen ersten Hinweis. Im Gegensatz zu falschen Münzen, bei denen die Randschrift nicht selten nur undeutlich eingeprägt und von der im Rand eingebrachten Riffelung überlagert wirkt, ist bei echten 2-Euro-Münzen die Randschrift deutlich zu erkennen. Bei falschen Münzen weicht auch der Abstand der einzelnen Symbole und Wörter oftmals von denen echter Münzen ab.
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2. Farbe und Beschichtung

Fälschungen unterscheiden sich oft farblich von echten Münzen. Überzogene oder beschichtete Falschmünzen werden nach kurzer Zeit fleckig, weil sich die Beschichtung abnutzt und das andersfarbige Grundmaterial hervortritt. Erkennbar ist dies vor allem an den erhabenen Münzpartien.

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3. Einfacher Magnettest

  • Aufgrund eines speziellen Sicherheitsmaterials ist der Mittelteil der 1- und 2-Euro-Münzen leicht magnetisch, d.h. die Münzen werden von einem Magneten leicht angezogen und fallen bei leichtem Schütteln wieder vom Magneten ab.
  • Der äußere Münzring der echten 1- und 2-Euro-Münzen sowie die echten 10-, 20- und 50-Cent-Münzen sind nicht magnetisch.
  • Echte 1-, 2- und 5-Cent-Münzen aus kupferbeschichtetem Stahl sind stark magnetisch.
  • Falsche 1- und 2-Euro-Münzen sind im Gegensatz dazu entweder nicht magnetisch oder werden von einem Magneten stark angezogen. Oftmals ist bei den falschen Münzen auch das Ringmaterial magnetisch.
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4. Klang- und Schrifttest

Klangtest: Münze fällt auf den BodenEine einfache akustische Prüfung lässt sich durchführen, indem man eine verdächtige Münze auf eine harte Oberfläche, z.B. Metall, Stein, Glas oder Hartholz fallen lässt. Bei einer echten Münze ertönt ein reiner Klang.

Falschmünzen aus Blei oder Blei-Zinn-Legierungen erzeugen einen dumpfen Klang, während Hartmetallfälschungen höher klingen als echte Münzen.

Schrifttest: Muenze auf PapierIm Gegensatz zu echten Münzen hinterlassen Falschmünzen, die Blei und/oder Zinn enthalten, eine bleistiftähnliche Linie, wenn man den Rand über ein Blatt Papier reibt.

Beschichtete Falschmünzen und Falsifikate aus Hartmetallen und -legierungen hinterlassen keine derartige Spur.

 

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