
Verglichen mit den traditionsreichen, aus fürstlicher Sammelleidenschaft entstandenen Münzkabinetten, ist die Münz- und Geldscheinsammlung in der Zentrale der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main mit ihrer im Jahre 2016 dann einhundertjährigen Geschichte eine vergleichsweise junge Einrichtung.
Mit ihren insgesamt über 350.000 Objekten gehört die Sammlung der Deutschen Bundesbank zusammen mit denjenigen in Berlin, München und Dresden zu den vier größten in Deutschland. Von herausragender Bedeutung, auch im internationalen Vergleich, ist die Kombination der Münz- und Geldscheinbestände in dieser geographischen Breite und zeitlichen Tiefe.
Die Anfänge der heutigen Sammlung reichen zurück bis in die Zeit der Reichsbank. In der damaligen Reichshauptbank in Berlin wurde eine Universalsammlung ohne zeitliche und räumliche Beschränkung angelegt, die in den Kriegswirren des Jahres 1945 fast völlig verloren ging. Nur ein Bruchteil der aus angeblich 180.000 Münzen bestehenden ehemaligen Reichsbanksammlung gelangte nach Kriegsende in den Besitz der Bank deutscher Länder und bildete die Grundlage des heutigen Bestandes von über 90.000 Exemplaren. Die Papiergeldsammlung im Umfang von angeblich 140.000 Scheinen ging vollständig verloren; sie wurde neu geschaffen und zählt heute mit ihren ca. 260.000 Stücken zu den weltweit bedeutendsten ihrer Art.
Ebenfalls nach dem Krieg völlig neu aufgebaut wurde die der Sammlung angegliederte numismatische Fachbibliothek mit zur Zeit etwa 23.000 Medieneinheiten.
Teile der Sammlung werden sowohl dauerhaft als auch wechselnd im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank gezeigt.
Die Bestände sind zu Studienzwecken zugänglich. Einzelheiten regelt die Benutzerordnung für den Studienraum.
Von den Sammlungsobjekten können digitale Fotos bzw. Scans bestellt werden.
Fotoaufträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs erledigt. Die aktuelle Preisliste ist unter
Preisliste für Vervielfältigungen, Digitalaufnahmen und Fotoreproduktionen einzusehen.