
In diesem Segment stellt die Deutsche Bundesbank ein speziell auf Schülerinnen und Schüler zugeschnittenes Glossar mit wichtigen Begriffen insbesondere zu "Geld und Währung" zur Verfügung.
Carry Trade bezeichnet die Aufnahme von Mitteln oder das Eingehen von Positionen zu einem niedrigeren Zins und Wiederanlage dieser Mittel zu einem höheren Zins. Die beiden Teile des Geschäfts werden häufig in unterschiedlichen Währungen getätigt.
Cent ist die kleinste Währungseinheit im Euroraum. Ein Euro unterteilt sich in 100 Cent. Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen Wort für Hundert (centum) ab. Zur Unterscheidung von ebenfalls als Cent benannten Teilen anderer Währungen (z. B. US-Dollar) wird auch der Begriff Eurocent verwendet.
Certificates of Deposit sind von Banken begebene Geldmarktpapiere, die der Mittelbeschaffung dienen. Sie haben den Charakter von handelbaren Einlagen.
Ein CDO ist ein strukturiertes Finanzinstrument, das – im Unterschied zu traditionellen ABS – mit einer vergleichsweise kleinen Zahl verschiedener Aktiva wie Wertpapieren (Collateralised Bond Obligation: CBO), Darlehen (Collateralised Loan Obligation: CLO), Kreditderivaten (Collateralised Synthetic Obligation: CSO) oder Mischformen unterlegt ist.
Commercial Papers sind Schuldverschreibungen großer Unternehmen mit Laufzeiten von wenigen Tagen bis zu zwei Jahren, die zur flexiblen Deckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs emittiert werden. Die Renditen orientieren sich an repräsentativen Geldmarktsätzen im entsprechenden Laufzeitbereich.
Conduit bezeichnet eine Zweckgesellschaft, die Forderungen ankauft und durch die Emission von ABCP refinanziert.
Covered Bonds sind gedeckte Schuldverschreibungen. Deren Merkmal ist der zweifache Schutz der Anleger durch einerseits Haftung des ausgebenden Finanzinstituts (meist eine Bank) und andererseits Deckung durch einen speziellen Sicherheitenpool, bestehend meist aus erstklassigen Hypotheken oder Anleihen des öffentlichen Sektors, auf die die Anleger bevorrechtigt zugreifen können. Damit unterscheiden Covered Bonds sich sowohl von vorrangigen, aber unbesicherten Schuldtiteln als auch von forderungsunterlegten Wertpapieren (ABS), die über keine Haftung durch den Emittenten verfügen. Eine wichtige Form von Covered Bonds sind Pfandbriefe.
Bei Credit Linked Notes hängt deren Rückzahlungshöhe von vertraglich vereinbarten Kreditereignissen (z. B. Ausfall eines Referenzassets) ab. Im Gegensatz zu einem Kreditausfallswap (CDS), der eine Ersatzleistung zu Gunsten des Sicherungsnehmers bei Eintritt eines Kreditereignisses vorsieht, findet bei einer CLN die Sicherheitsleistung bereits im Voraus statt. Dafür vermindert sich bei Eintritt des Kreditereignisses im Gegenzug der Rückzahlungsbetrag.
Ein Currency Board ist ein Wechselkurssystem, bei dem der Wechselkurs der nationalen Währung gegenüber einer ausländischen Währung einseitig festgelegt wird, beispielsweise gegenüber dem US-Dollar oder dem Euro. Zu den grundlegenden Merkmalen eines Currency Board zählt, dass der Wechselkurs gesetzlich festgelegt und die inländische Geldmenge vollständig durch Devisenreserven gedeckt ist. Die Zentralbank des betreffenden Landes verzichtet auf eine eigenständige Geldpolitik. Durch die starke Institutionalisierung eines Currency Board lassen sich Glaubwürdigkeit und Stabilität einer Fremdwährung importieren.