
In diesem Segment stellt die Deutsche Bundesbank ein speziell auf Schülerinnen und Schüler zugeschnittenes Glossar mit wichtigen Begriffen zu "Geld und Währung" zur Verfügung.
Hier handeln vor allem Banken Zentralbankgeld. Die Guthaben werden entweder „über Nacht“ ausgeliehen oder auf unbestimmt Zeit („bis auf weiteres“), wobei sie jederzeit vom Geldgeber zurückgefordert oder vom Geldnehmer zurückgezahlt werden können.
Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer System. Die deutsche Übersetzung von TARGET lautet: Transeuropäisches Automatisiertes Echtzeit- Brutto-Express-Überweisungssystem: Das Target-System ist ein seit Anfang 1999 vom ESZB eingeführtes System zur sicheren und schnellen Abwicklung des elektronischen Zahlungsverkehrs innerhalb des Euroraums. Dazu wurden zunächst die nationalen Brutto-Abwicklungssysteme des Euro-Währungsgebietes über ein spezifisches System (Interlinking- System) miteinander verbunden, so dass auch die grenzüberschreitenden Überweisungen taggleich abgewickelt werden konnten. Ein solches System gewährleistete einen raschen Liquiditäts- und Zinsausgleich (Arbitrage) zwischen den nationalen Geldmärkten, so dass ein gemeinsamer Geldmarktzins als Ausdruck einheitlicher Geldpolitik in der Europäischen Währungsunion (WWU) entstand. Zwischen November 2007 und Mai 2008 wurde dieses System schrittweise durch ein neues europäisches Brutto-Echtzeitsystem abgelöst. Das so genannte TARGET2-System, an dem 20 EU-Länder und die EZB teilnehmen, basiert auf einer einheitlichen technischen Plattform, die im Auftrag des Eurosystems von der Deutschen Bundesbank, der Banca d’Italia und der Banque de France entwickelt wurde und abwechselnd von den beiden erstgenannten Notenbanken betrieben wird. Es bietet allen Teilnehmern harmonisierte Leistungen zu einheitlichen Preisen bei nationalen wie grenzüberschreitenden Zahlungen an. Die Innertagesrotation des technischen Betriebs gewährleistet dabei, dass das System auch in Notfällen genutzt werden kann. Die geldpolitischen Operationen sind zwingend über das neue System abzuwickeln.
Personengruppen, die Tarifverträge abschließen, in denen Löhne, Gehälter und die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer festgelegt werden. Zu den Tarifvertragsparteien zählen die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, aber auch einzelne Arbeitgeber.
Verfahren, bei dem die Zentralbank auf der Basis konkurrierender Gebote der Geschäftspartner dem Markt Liquidität zuführt oder vom Markt absorbiert. Die für die Zentralbank günstigsten Gebote kommen vorrangig zum Zuge, bis der Gesamtbetrag an Liquidität, der von der Zentralbank zugeführt oder absorbiert werden soll, erreicht ist. Das Eurosystem verwendet zum Beispiel zur Durchführung ihrer regelmäßigen Offenmarktgeschäfte sog. Standardtender.
Einlagen, die Geld- und Kreditinstituten von ihren Kunden oder von anderen Instituten für eine bestimmte Zeit gegen einen festen Zinssatz überlassen werden. Sie bringen dem Geldanleger in der Regel höhere Zinsen als normale Spareinlagen.
Übertragungsweg von der Änderung einer geldpolitischen Handlungsvariablen (z. B. eines kurzfristigen Zinssatzes) bis hin zur Wirkung auf das geldpolitische Endziel Preisstabilität oder andere wichtige ökonomische Variable (wie Produktion und Beschäftigung). Die Transmission geldpolitischer Maßnahmen benötigt Zeit („lange und variable Wirkungsverzögerungen in der Geldpolitik“), wobei zudem Art und Umfang der Wirkungen auf das Endziel häufig unsicher sind.
Anders als Universalbanken ist es Trennbanken verboten, gleichzeitig das Kredit- und das Wertpapiergeschäft zu betreiben. Ziel des Trennbankensystems ist es, Interessenkonflikte der beiden Geschäftsfelder zu vermeiden.