
In diesem Segment stellt die Deutsche Bundesbank ein speziell auf Schülerinnen und Schüler zugeschnittenes Glossar mit wichtigen Begriffen insbesondere zu "Geld und Währung" zur Verfügung.
Die Überschussliquidität umfasst den Teil der gesamtwirtschaftlichen Geldbestände, der nicht zur Finanzierung eines inflationsfreien Wachstums notwendig ist und von dem in längerfristiger Betrachtung Inflationsgefahren ausgehen können.
Gebräuchliche Form des bargeldlose Zahlungsverkehrs, bei der aufgrund eines Auftrags vom Konto eines Kunden auf das Konto eines Kunden der gleichen Bank oder einer anderen Bank Giralgeld übertragen wird.
Relation zwischen dem nominalen Bruttoinlandsprodukt (oder einer anderen, den gesamtwirtschaftlichen Güterumsatz messenden Größe) und der Geldmenge. Sie gibt damit an, wie oft eine Geldeinheit pro Periode durchschnittlich zur Bezahlung von Gütern eingesetzt wird. Neben den Zahlungsgewohnheiten und dem technischen Fortschritt im Zahlungsverkehr beeinflusst vor allem die Zinssituation die Höhe der Umlaufsgeschwindigkeit.
Erfahrungsgemäß sind unabhängige Zentralbanken besser in der Lage, den Geldwert zu sichern. Diese Unabhängigkeit garantiert, dass eine Zentralbank ihre Aufgaben und Pflichten ohne Einflussnahme der Politik ausüben kann. Die Unabhängigkeit des Eurosystems bzw. ESZB ist in mehrfacher Hinsicht gewährleistet:
1. institutionell: Es durch ein umfassenden Verbot nationaler und supranationaler Stellen gesichert, der EZB oder den nationalen Zentralbanken Weisungen zu erteilen.
2. funktional: Es wählt frei und eigenverantwortlich die Strategien und Maßnahmen, um seine Ziele – vornehmlich Preisstabilität – zu erreichen.
3. finanziell: Es kann frei und unabhängig über ihre zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel verfügen. Die nationalen Zentralbanken sind zudem die alleinigen Kapitalzeichner der EZB.
4. personell: Zur personellen Unabhängigkeit trägt die lange Amtszeit der Organmitglieder sowie deren Schutz vor willkürlicher, vorzeitiger Amtsenthebung bei.
Die Zentralbank eines Landes muss spätestens bei Eintritt in die Währungsunion in die Unabhängigkeit entlassen worden sein (rechtliche Konvergenz).
Im Gegensatz zu den Spezialbanken Institute, die alle Geschäfte einer Bank betreiben, insbesondere das Kredit- und das Wertpapiergeschäft. In Deutschland sind die meisten Banken als Universalbanken tätig, weshalb man auch von einem Universalbankensystem spricht. Demgegenüber haben einige Länder Trennbankensysteme. Dort ist es den Banken verboten, gleichzeitig das Kredit- und das Wertpapiergeschäft zu betreiben. Vorteile des Universalbankensystems sind neben der Versorgung der Kunden „aus einer Hand“ die relativ geringe Störanfälligkeit der Banken, da eine breitere Streuung von Risiken möglich ist.
Vom Financial Accounting Standards Board (FASB) verfasste amerikanische Rechnungslegungsnorm mit dem Ziel, Informationen über die wirtschaftliche Lage und zukünftigen Erfolgschancen eines Unternehmens für externe Investoren zur Verfügung zu stellen.