
Die Bundesbank veröffentlicht Konjunkturindikatoren aus folgenden Bereichen: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen (VGR, u.a. BIP; Bruttolöhne und -gehälter); Arbeitsmarkt (u.a. Arbeitslose); Tarif- und Effektivverdienste; Produktion im Produzierenden Gewerbe; Produktivität und Lohnkosten in der Industrie; Auftragseingang und Umsätze in der Industrie; Baugenehmigungen im Hochbau; Auftragseingang, Beschäftigung, Lohnkosten und Umsätze im Bauhauptgewerbe; Umsätze im Einzelhandel; Erzeuger- und Verbraucherpreise. Neben den Ursprungswerten werden je nach Indikator saison- und kalenderbereinigte oder auch nur kalenderbereinigte Zeitreihen angeboten. Die bereinigten Angaben werden nach dem Census-Verfahren X-12-ARIMA, Version 0.2.8, geschätzt.
Der vom Statistischen Bundesamt monatlich ermittelte Verbraucherpreisindex misst für die jeweilige Berichtsperiode die durchschnittliche Preisveränderung aller Waren und Dienstleistungen gegenüber dem Basisjahr, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft bzw. verbraucht werden. Die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr wird im Allgemeinen als Messgröße für die Inflation verwendet. Daneben veröffentlicht das Statistische Bundesamt den nach EU-weit harmonisierten Kriterien berechneten harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland, der in die Berechnung des europäischen HVPI einfließt. Der europäische HVPI wird vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaft (Eurostat) veröffentlicht und dient dem Eurosystem in erster Linie als Maßstab für die Geldwertentwicklung im Euro-Raum.
Mehr zu diesem Thema:
Der Produktionsindex misst die monatliche Leistung des Produzierenden Gewerbes (einschl. Bauhauptgewerbe) in Deutschland. Die Vierteljahreswerte werden vom Statistischen Bundesamt auf Basis von Meldungen der Betriebe von Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten berechnet. Die monatliche Aufteilung basiert ab Januar 2007 auf Angaben der Betriebe mit mindestens 50 tätigen Personen, davor auf Meldungen eines kleineren Berichtskreises.
Mehr zu diesem Thema:
Der vom Statistischen Bundesamt monatlich berechnete Index des Auftragseingangs umfasst bis Ende 2006 den Wert aller in der jeweiligen Berichtsperiode von den Betrieben der Industrieunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten fest akzeptierten Aufträge auf Lieferung selbst hergestellter Erzeugnisse. Ab Januar 2007 bezieht er sich auf Betriebe mit mindestens 50 tätigen Personen.
Mehr zu diesem Thema:
Der vom Statistischen Bundesamt monatlich berechnete Index der Industrieumsätze misst bis Ende 2006 die Entwicklung der Umsätze aller im Berichtsmonat von den Betrieben der Industrieunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten an Dritte gelieferten eigenen Erzeugnisse und industriellen Dienstleistungen. Ab Januar 2007 bezieht er sich auf Betriebe mit mindestens 50 tätigen Personen.
Mehr zu diesem Thema:
Der vom Statistischen Bundesamt monatlich erhobene Indikator misst die Umsatzentwicklung von Unternehmen, die überwiegend Handel betreiben und einen jährlichen Mindestumsatz von 250 000 € aufweisen. Er wird auf Grundlage einer Stichprobe von rund 25 000 Unternehmen aus insgesamt rund 420 000 Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in Deutschland geschätzt. Der Ergebnisnachweis erfolgt sowohl für den Einzelhandel insgesamt als auch für seine einzelnen Wirtschaftszweige. Das Schaubild zeigt den Einzelhandel ohne Handel mit Kraftfahrzeugen und ohne Handel in Tankstellen.
Mehr zu diesem Thema:
Zu den Arbeitslosen im Rahmen der auf Basis des Arbeitslosenregisters erhobenen Statistik der Bundesagentur für Arbeit zählen alle Personen, die das 15., aber noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet haben, die beschäftigungslos sind oder nur eine kurzzeitige Beschäftigung (gegenwärtig: unter 15 Stunden pro Woche) ausüben und ein versicherungspflichtiges, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassendes Beschäftigungsverhältnis suchen. Sie müssen sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Träger der Grundsicherung arbeitslos gemeldet haben sowie der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen und dürfen nicht arbeitsunfähig erkrankt sein.
Mehr zu diesem Thema:
Der Auftragseingang umfasst den Wert (ohne Umsatzsteuer) aller im jeweiligen Berichtsmonat von den Betrieben des Bauhauptgewerbes fest akzeptierten Aufträge. Der Indikator wird vom Statistischen Bundesamt auf Grundlage der Wertsumme der Aufträge berechnet.
Mehr zu diesem Thema:
Der vom Statistischen Bundesamt monatlich ermittelte Erzeugerpreisindex misst für die jeweilige Berichtsperiode die durchschnittliche Preisveränderung industrieller (gewerblicher) Produkte im Inlandsabsatz (ohne Umsatzsteuer) gegenüber dem Basisjahr.
Mehr zu diesem Thema:
Das vom Statistischen Bundesamt vierteljährlich berechnete BIP misst die Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland nach Abzug der Vorleistungen und gibt in zusammengefasster Form ein Bild der wirtschaftlichen Leistung einer Volkswirtschaft in einer Periode. Bei seiner Berechnung und Darstellung wird zwischen Entstehungs-, Verwendungs- und Verteilungsseite unterschieden. Die realen Angaben werden seit der Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) 2005 in Vorjahrespreisen auf Grundlage eines Laspeyres-Kettenindex errechnet und mit dem Referenzjahr 2000=100 ausgewiesen.
Mehr zu diesem Thema:
Für eine Zusammenfassung der wesentlichen Neuerungen der jüngsten Revision siehe Monatsbericht Mai 2005, S. 38-39.
Der Indikator der Bruttolöhne und -gehälter umfasst die Summe aller Löhne und Gehälter (vor Abzug der Sozialbeiträge der Arbeitnehmer und der Lohnsteuer) die den Arbeitern, Angestellten, Beamten, Auszubildenden und ähnlichen Arbeitnehmergruppen aus ihrem Arbeits- oder Dienstverhältnis zufließen. Der Indikator wird vom Statistischen Bundesamt im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) berechnet.
Mehr zu diesem Thema:
Der Indikator der erteilten Baugenehmigungen umfasst die veranschlagten Baukosten sämtlicher genehmigungspflichtiger Baumaßnahmen des Bundesgebiets einer Berichtsperiode. Er wird monatlich vom Statistischen Bundesamt aus Verwaltungsunterlagen der Bauaufsichtsbehörden und Bauherren berechnet.
Mehr zu diesem Thema: