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Zur Navigation  Zum Inhalt  12. Februar 2012, 09:29 Uhr
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Von TARGET nach TARGET2


Gründe für die Entwicklung

TARGET wurde seinerzeit entwickelt,

  • um die Integration des Euro-Geldmarkts zu fördern, der für eine reibungslose Umsetzung der europäischen Geldpolitik unabdingbar ist,
  • um die Abwicklung von Großbetragszahlungen europaweit zu beschleunigen und sicherer zu machen,
  • um eine gemeinsame Zahlungs- und Abwicklungsinfrastruktur zu schaffen als Voraussetzung für die weitere Integration der Finanzmärkte in Europa.

TARGET hatte sich zwar bewährt, aber im Laufe der Zeit hatten sich zunehmend zwei Nachteile abgezeichnet: der dezentrale technische Aufbau und eine zu geringe Einheitlichkeit von Technik und Leistungen. Es wurde deutlich, dass das System langfristig den Ansprüchen an Leistungsfähigkeit, Kosten und Stabilität nicht hinreichend genügen würde.

Mit TARGET2 bietet das Eurosystem im Wesentlichen:

  1. einen hohen Standardisierungsgrad und einheitlichen Leistungsumfang auf der Grundlage einer gemeinsamen technischen Plattform schaffen, womit gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Finanzmarktakteure entstanden sind,
  2. einheitliche Preise für inländische und grenzüberschreitende Zahlungen ermöglichen,
  3. die Dezentralität im Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) berücksichtigen, indem die teilnehmenden Zentralbanken weiterhin für die Geschäftsabwicklung mit ihren Kunden zuständig bleiben,
  4. die Flexibilität, neuen Anforderungen der europäischen Banken als Nutzer Rechnung zu tragen, indem ihnen über eine einheitliche Plattform beispielsweise ein effizientes und europaweites Liquiditätsmanagement ermöglicht wird.
Abbildung: Übergang von TARGET zu TARGET2

 

TARGET2-Migration

Das Eurosystem hatte sich für eine Umstellung in mehreren Etappen, sprich in "Länderfenstern" entschieden. Danach wurden die Zentralbanken und ihre jeweiligen nationalen Bankengemeinschaften in drei Gruppen von TARGET auf TARGET2 umgestellt (migriert). Dieser Prozess hat sich über sechs Monate erstreckt. Während dieser Zeit wurden TARGET2 und die TARGET-Komponenten von den noch nicht migrierten Ländern parallel betrieben.

Deutschland ist zusammen mit Luxemburg, Österreich, Slowenien, Malta, Zypern, Litauen und Lettland im ersten Länderfenster zum 19. November 2007 migriert. Malta, Zypern, Litauen und Lettland hatten bisher noch nicht an TARGET teilgenommen. Im zweiten Länderfenster (18. Februar 2008) sind Belgien, Finnland, Frankreich, Irland, die Niederlande, Portugal und Spanien gestartet.
Mitte Mai wurde das TARGET-Verbundsystemkomplett durch TARGET2 abgelöst. Großbritannien hatte sich gegen eine TARGET2-Teilnahme entschieden. Alle anderen verbliebenenTARGET-Länder (Dänemark, Estland, Griechenland, Italien, Polen) sowie die EZB sind zum 19. Mai 2008 nach TARGET2 migriert.
Im Januar 2009 und im Februar 2010 folgten die Slowakei sowie Bulgarien.

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