
Hier finden Sie eine Übersicht der Forschungskonferenzen der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2007. Bitte beachten Sie, dass der Großteil der Konferenzunterlagen in englischer Sprache veröffentlicht wird.
Bei Fragen zu den einzelnen Konferenzen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat von "Veranstaltungsorganisation" der Deutschen Bundesbank unter: conferences@bundesbank.de.
29. März 2007 in Cambridge/Massachusetts
Die Deutsche Bundesbank und das National Bureau of Economic Research (NBER) organisieren einen gemeinsamen Workshop zum Themengebiet „Forschung zu Direktinvestitionen auf der Grundlage von Unternehmens-Mikrodaten“. Der Workshop findet am 29 März 2007 in Cambridge/Massachusetts statt.
In der Vergangenheit basierten Forschungen zu Direktinvestitionen auf Umfragen durch das US Bureau of Economic Analysis sowie auf Erhebungen zu schwedischen Direktinvestitionen durch das Research Institute of Industrial Economics. Seit einigen Jahren bietet auch die Bundesbank Forschern die Möglichkeit, ausländische Direktinvestitionen in Deutschland und deutsche Direktinvestitionen im Ausland zu untersuchen. Einige Mikrodatensätze für andere Länder, bei denen es sich zumeist um kurze Zeitreihen und auf das verarbeitende Gewerbe beschränkte Daten handelt, wurden von der Weltbank erhoben.
Anhand dieser Daten können beispielsweise die Auswirkungen von Direktinvestitionen auf die Muttergesellschaft, die Beschäftigung im Heimatland, die Produktivität und die Löhne im Gastland sowie auf die Effekte der Unternehmensbesteuerung untersucht werden. Zweck des Workshops ist es, die Teilnehmer mit den Datenressourcen solcher Studien außerhalb ihres Heimatlandes vertraut zu machen, angewandte Verfahren vorzustellen sowie mögliche zukünftige Gemeinschaftsprojekte zu fördern, bei denen Daten aus mehr als einem Land verwendet werden.
Interessenten, die ein Papier vorstellen möchten, senden bitte einen Entwurf oder eine ausführliche Zusammenfassung bis spätestens 15. November 2006 an beide Organisatoren unter folgender Anschrift:
Die ausgewählten Beiträge werden auf dem Workshop präsentiert und danach von einem ausgewählten Spezialisten diskutiert. Die Reise- und Hotelkosten für die aktiven Workshopteilnehmer werden für europäische Teilnehmer bzw. für US-amerikanische Teilnehmer übernommen. Die Teilnehmer sind eingeladen, auch an der Sitzung des „International Trade and Investment Program“ am 30. und 31. März teilzunehmen.
27. - 28. April 2007, Eltville am Rhein
Traditionellerweise wird in der Makroökonomie angenommen, dass der Unternehmens- bzw. Haushaltssektor aus jeweils identischen Einheiten bestehen, die ihren Gewinn bzw. ihren Nutzen maximieren wollen. Tatsächlich besteht die Wirtschaft aber aus vielen heterogenen Agenten. Dies wird nicht zuletzt durch die vermehrte Analyse von Mikrodaten unterstrichen, die zunehmend für die ökonomische Analyse zur Verfügung stehen. Eine wichtige Frage ist nun, wie bedeutsam diese Heterogenität für unser Verständnis der Volkswirtschaft ist. Mitteln sich z. B. solche Unterschiede, wenn man das Ganze betrachtet, einfach heraus oder sind Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmen, Arbeitsnehmern oder Kapitalanlegern zentral, um die Funktionsweise der Volkswirtschaften zu verstehen? Die neunte Frühjahrskonferenz versucht einen Beitrag zu dieser Diskussion zu leisten.
9. - 10. Mai 2007 in Frankfurt
In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Finanzen veranstaltete die Deutsche Bundesbank im Rahmen der deutschen G7/G8-Präsidentschaft am 9. und 10. Mai 2007 in Frankfurt einen High-Level Workshop zum Thema „Developing Bond Markets in Emerging Market Economies“.
6. – 7. Juni 2007, Frankfurt am Main
Die geldpolitische Strategie hat sich in den meisten Ländern im Laufe der letzten Dekaden geändert und dabei ist eine gewisse Konvergenz zu beobachten. Vor allem besteht heute ein breiter Konsens darüber, dass sich Notenbanken auf Preisstabilität konzentrieren sollen. Aber es gibt weiterhin wichtige offene Fragen. In den USA wird weiterhin über das "Inflation targeting" diskutiert und in Europa geht die Debatte über die Zwei-Säulen-Strategie weiter. In Japan sieht sich die Geldpolitik nach vielen Jahren einer sehr akkommodierenden Politik vor neuen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund organisiert die Deutsche Bundesbank und die Federal Reserve Bank von Cleveland eine Konferenz zu Fragen der geldpolitischen Strategie. Die Konferenz konzentriert sich auf 3 Themen:
21. – 22. Juni 2007, Eltville am Rhein
Das Forschungszentrum der Deutschen Bundesbank organisiert gemeinsam mit dem Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen gemeinsamen Workshop zum Thema “Geld- und Finanzwirtschaft”. Der Workshop findet am 21. und 22. Juni 2007 in Eltville statt. Der Workshop bietet vor allem für junge Forscher (Doktoranden und Postdocs) eine Diskussionsplattform, um ihre aktuellen theoretischen und empirischen Papiere in einem kompetenten Zuhörerkreis zu präsentieren und zu diskutieren. Von besonderem Interesse sind Forschungsarbeiten zu den Themen:
Im Anschluss an eine 20-minütige Präsentation wird jedes akzeptierte Papier umfassend von einem im jeweiligen Fachgebiet ausgewiesenen Koreferenten diskutiert.
Bitte reichen Sie Ihre vollständigen Papiere (max. 25 Seiten, bevorzugt im PDF Format) zusammen mit weiteren Informationen wie z.B. Titel, Name(n) des(r) Autors(en), Emailadressen von den Co-Autoren an die Emailadresse workshop07@wiwi.uni-halle.de ein. Die Einreichungsfrist endet am 1. März 2007. Die Autoren werden im April über die Entscheidungen des Programm-Komitees informiert. Eine Konferenzgebühr entfällt, jedoch werden die Teilnehmer gebeten, die Reiskosten selbst zu trage.
9. Juli 2007 in Potsdam
Für Unternehmen ist die Struktur ihrer Aktiva und Passiva aus verschiedenen Gründen durchaus von Belang. Gleiches gilt für Banken. In zahlreichen Untersuchungen wird zu erklären versucht, ob, wieso und unter welchen Bedingungen Unternehmen eine bestimmte Finanzstruktur bevorzugen. Dabei kann das bestehende Finanzsystem eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig kann die Finanzstruktur auch das Firmenverhalten beeinflussen, etwa die Kreditvergabebereitschaft von Banken oder die Kreditaufnahme und Investitionsfähigkeit von Unternehmen (sowie die Wahl der Investmentgesellschaft). Der Workshop geht auf mehrere Aspekte dieser Thematik ein und versucht, in verschiedener Hinsicht zu einem besseren Verständnis beizutragen.
21. September 2007 in Frankfurt am Main
Im Jahre 1957 übernahm die Deutsche Bundesbank als Rechtsnachfolgerin der Bank deutscher Länder deren geldpolitische Aufgaben. Aus diesem Anlass fand am 21 September in Frankfurt eine internationale Konferenz statt. Bei dieser Gelegenheit haben führende Notenbankvertreter und Wirtschaftswissenschaftler über eine Reihe von Themen diskutiert, die in den letzten 50 Jahren für die deutsche, aber auch die internationale Geldpolitik von großer Bedeutung waren. So wurde darüber gesprochen, was die wichtigsten Lehren waren, die Ökonomen seit den 50er Jahren über eine angemessene Geldpolitik gezogen haben und welches die wesentlichen Erfolge und Misserfolge in der Geldpolitik waren. Gleichzeitig bot die Konferenz einen Ausblick auf die Zukunft. Insbesondere wurde gefragt, ob Geldpolitik jemals eine " Wissenschaft " werden könne oder ob sie immer auch zu einem guten Teil eine " Kunst" bleiben wird. Eine letzte Sitzung beleuchtete die Umfeldbedingungen, in denen die Notenbanken agieren müssen. Insbesondere wurde diskutiert, wie die Struktur der Arbeits- und Gütermärkte und wie die Fiskalpolitik die Geldpolitik beeinflussen können.
26. September 2007 in Frankfurt am Main
08.- 09. November 2007 in Eltville am Rhein
In diesem Jahr feiert die Bundesbank ihr 50-jähriges Jubiläum, und das Europäische System der Zentralbanken besteht seit annähernd 10 Jahren. Dies ist eine gute Gelegenheit, einmal der Frage nachzugehen, wie sich die Zentralbanken im Laufe der Zeit gewandelt haben und was für die Zukunft zu erwarten ist. Praktiker aus den Zentralbanken und Wissenschaftler werden sich auf der Konferenz mit einem breiten Spektrum relevanter Themen beschäftigen. Sie werden die Bedeutung der Zentralbankunabhängigkeit sowie die Ziele der Zentralbanken erörtern und deren Verantwortlichkeiten auch mit Blick auf ihre Informationspolitik untersuchen. Abschließend werden Vertreter der Zentralbanken versuchen, die Frage zu beantworten, warum Zentralbanken Forschung betreiben und welche Art von Forschung sie betreiben sollten.
06. - 07.Dezember 2007 in Berlin
Die Deutsche Bundesbank veranstaltet gemeinsam mit der Research Task Force des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht und dem Journal of Banking & Finance eine Forschungskonferenz zum Thema „ Das Zusammenwirken von Markt- und Kreditrisiko“, die am 06/07. Dezember 2007 in Berlin stattfinden wird. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Bank for International Settlements mit dem folgenden Link: http://www.bis.org/bcbs/events/imcr07.htm