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Finanzdienst­leistungsinstitute

Seit 1998 werden auch Unternehmen, die Finanzdienst­leistungen gewerbsmäßig oder in einem Umfang erbringen, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (Finanzdienst­leistungsinstitute), grundsätzlich nach denselben Regeln wie Kreditinstitute beaufsichtigt und benötigen hierfür auch eine Erlaubnis nach § 32 Abs. 1 KWG. Einzelheiten zur Erlangung einer solchen Erlaubnis können Sie dem "Merkblatt über die Erteilung einer Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienst­leistungen gemäß § 32 Abs. 1 KWG" entnehmen.

Zu den Finanzdienstleistungen zählen

  • die Anlagevermittlung,
  • die Anlageberatung,
  • der Betrieb eines multilateralen Handelssystems,
  • das Platzierungsgeschäft,
  • der Betrieb eines organisierten Handelssystems
  • die Abschlussvermittlung,
  • die Finanzportfolioverwaltung,
  • der Eigenhandel,
  • das Factoring,
  • das Finanzierungsleasing,
  • die Anlageverwaltung und
  • das eingeschränkte Verwahrgeschäft.

Zur besseren Überwachung des "Grauen Kapitalmarktes" wurden auch

  • die Drittstaateneinlagenvermittlung und
  • das Sortengeschäft

in den Katalog der Finanzdienstleistungen aufgenommen.

Wer neben dem Betreiben von Bankgeschäften oder der Erbringung von Finanzdienst­leistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 bis 4 und 11 KWG auch Finanzinstrumente für eigene Rechnung anschaffen oder veräußern will, ohne die Voraussetzungen für den Eigenhandel zu erfüllen (Eigengeschäft), bedarf auch hierfür der schriftlichen Erlaubnis.

Die Bundesbank ist in die Aufsicht insbesondere durch die Entgegennahme und Auswertung der sich aus den Anzeige- und Meldepflichten nach dem KWG ergebenden Unterlagen eingeschaltet. Einen Überblick über den Inhalt, die Form und die Einreichung der Unterlagen gibt die "Übersicht über die wichtigsten Anzeige- und Meldevorschriften für Finanzdienst­leistungsinstitute und Wertpapier­handelsbanken nach dem KWG".