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Das Bargeld


Die Euro-Banknoten

Das Europäische Währungsinstitut (EWI) als Vorgänger der Europäischen Zentralbank legte 1994 fest, Euro-Banknoten in sieben Stückelungen auszugeben. Dabei orientierte man sich an den damaligen nationalen Währungen. Seit 2002 sind im Euroraum Banknoten in den Nennwerten von 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro gesetzliches Zahlungsmittel.

Neben der Entscheidung über das einheitliche Aussehen und die Sicherheitsmerkmale der Geldscheine mussten Druckfarben und Banknotenpapier optimiert werden, um in allen Herstellungsländern eine gleich hohe Qualität der Banknoten zu sichern. Im Frühjahr 1999 genehmigte der EZB-Rat schließlich die endgültige technische Ausstattung des neuen Geldes und die Serienproduktion der Euro-Banknoten konnte anlaufen.

Gestaltungswettbewerb

Grafik: Entwürfe aus dem Wettbewerb [+] Entwürfe aus dem Wettbewerb Das Aussehen der Euro-Bank­noten wurde bereits Mitte der 1990er-Jahre im Rahmen eines Gestaltungswettbewerbs festgelegt. Die Wettbewerbsteilnehmer konnten die Banknoten entweder zum Thema „Zeitalter und Stile in Europa“ oder nach einem frei wählbaren abstrakten modernen Design gestalten.

Aus 44 Vorschlägen wählte eine fachkundige Jury zehn Entwürfe aus, woraus der EWI-Rat schließlich eine Endauswahl zu treffen hatte. Neben der Stellungnahme der Jury lagen dem Rat des EWI zu den Entwürfen auch Ergebnisse einer Bürgerumfrage und Empfehlungen einer internen Expertengruppe vor. Auf dieser Grundlage entschied er sich schließlich für den Entwurf von Robert Kalina, einem Grafiker der Österreichischen Zentralbank, der das Thema „Zeitalter und Stile in Europa“ überzeugend umgesetzt hatte.

Gestaltung

Durch ihre verschiedenen Farben und Größen sind die sieben Euro-Bank­noten leicht voneinander zu unterscheiden. Je höher der Nennwert, desto größer ist die Banknote. Auf den Banknoten sind Baustile aus sie­ben Epochen der europäischen Kulturgeschichte dargestellt – von der Klassik bis zur modernen Architektur des 20. Jahrhunderts. 

Grafik: Die Euro-Banknoten der ersten Serie [+] 5 - 20 Euro Banknoten Grafik: Euro-Banknoten der ersten Serie [+] 50 - 500 Euro Banknoten

Bei der Gestaltung der Banknoten stehen drei wesentliche architektonische Elemente im Vordergrund: Fenster, Tore und Brücken, die dem Stil der jeweiligen Epoche nachempfunden sind. Die Fens­ter und Tore auf der Vorderseite jeder Banknote symbolisieren den Geist der Offenheit und Zusammenarbeit in Europa. Darüber hin­aus sind die zwölf Sterne der Europäischen Union abgebildet, die für Dynamik und Harmonie im heutigen Europa stehen.

Auf der Rückseite der Banknoten werden diese Stil­elemente durch die Abbildung einer für die jeweilige Epoche typischen Brücke ergänzt. Von den frühen Konstruktionen bis zu den modernen Hängebrücken der Gegenwart sind diese Bauwerke ein Symbol der Verbindung zwi­schen den Völkern Europas und zur übrigen Welt.

Die Euro-Banknoten der zweiten Serie (Europa-Serie)

Grafik: (Europa-Serie) [+] Die Euro-Banknoten der zweiten Serie (Europa-Serie) 2013 begann das Eurosystem mit der Einführung seiner zweiten Banknotenserie – der Europa-Serie. Bei den neuen Banknoten werden die Baustile als Leitmotiv, die Hauptfarben und die Stückelungsstruktur der ersten Serie beibehalten. Die Sicherheitsmerkmale wurden verbessert und um einige neue Elemente ergänzt. Als Motiv neu hinzugekommen ist die mythologische Figur Europa, deren Porträt im Wasserzeichen und im Hologramm erscheint.

Die Banknoten der Europa-Serie werden stufenweise über mehrere Jahre ausgegeben. Den Anfang machte 2013 die 5-Euro-Banknote. 2014 folgte die neue 10-Euro-Banknote,  2015 der Zwanziger und 2017 der Fünfziger der Europa-Serie. Ende 2018 stellt das Eurosystem die Ausgabe der 500-Euro-Banknote ein. In der Europa-Serie wird es daher keine 500-Euro-Banknote geben. 

Die ausgegebenen 500-Euro-Banknoten der ersten Serie bleiben gesetzliches Zahlungsmittel. Sie können weiterhin als Zahlungsmittel und Wertspeicher verwendet werden.

Grafik: Allgemeine Merkmale der zweiten Euro-Banknotenserie [+] Allgemeine Merkmale der zweiten Euro-Banknoten­serie (Europa-Serie) Eine Zeit lang werden Banknoten beider Serien umlaufen. Aber auch danach behalten die Banknoten der ersten Serie ihren Wert, und die nationalen Zentralbanken des Eurosystems tauschen sie unbefristet zum Nominalwert um.









Sicherheitsmerkmale

Aufgrund des Fortschritts in der modernen Reproduktionstechnik lassen sich heute leicht Kopien jeder gedruckten Abbildung herstellen. Zum Schutz vor Fälschungen werden Banknoten deshalb mit einer Reihe von Sicherheitsmerkmalen versehen. So kann jeder aufmerksame Bargeldnutzer Fälschungen auch ohne den Einsatz von Hilfsmitteln erkennen. Es ist unmöglich, eine Fälschung herzustellen, die alle Sicherheitsmerkmale überzeugend nachbildet.

Die Sicherheit beginnt bereits bei dem verwendeten Spezialpapier. Die Baumwollfasern, aus denen es hergestellt wird, verleihen den Banknoten eine charakteristische Struktur. Das Papier enthält fluoreszierende Fasern. Außerdem sind die Euro-Banknoten mit maschinenlesbaren Merkma­len ausgestattet, damit Automaten deren Echtheit verlässlich fest­stellen können. Die ohne Hilfsmittel zu erkennenden Sicherheitsmerkmale sind entweder fühlbar oder in der Durchsicht bzw. beim Kippen sichtbar.

Die wegen ihres Spezialpapiers besonders griffigen Banknoten weisen an einigen Stellen ein fühlbares Druckbild auf. Dazu gehören die in den unterschiedlichen Sprachen des Euro-Währungsgebiets üblichen Abkürzungen der Europäischen Zentralbank.

Die Sicherheitsmerkmale der ersten Euro-Banknotenserie

Grafik: Sicherheitsmerkmale der großen Banknoten der ersten Serie [+] Sicherheitsmerkmale der großen Banknoten der ersten Serie Hält man die Banknoten der ersten Serie gegen das Licht, erscheinen bei allen Banknotenwerten Architekturmotiv und Wertzahl als Wasserzeichen. Die unvollständigen Formen auf der Vorder- und Rückseite in der oberen Ecke ergeben als Durchsichtselement die Wertzahl. Im Gegenlicht wird auch ein Sicherheitsfaden als dunkler Streifen mit heller Schrift in der Mitte der Banknote sichtbar.

Beim Kippen der „großen“ Geldscheine (50, 100, 200, 500 Euro) der ersten Serie sieht man im Hologramm-Element abwechselnd die Wertzahl und das jeweilige Architekturmotiv. Auf der Rückseite ändert sich beim Kippen die Farbe der Wertzahl in der rechten unteren Ecke. Die Farbe wechselt von Purpurrot zu Olivgrün oder Braun.

Die Sicherheitsmerkmale der zweiten Euro-Banknotenserie

Die zweite Euro-Banknotenserie, die Europa-Serie, enthält die weiterentwickelten Sicherheitsmerkmale der ersten Euro-Serie. Die zweite Banknotenserie zeichnet sich vor allem durch das Porträt der mythologischen Europa-Gestalt aus, das im Gegenlicht – zusammen mit der Wertzahl – im neuen Wasserzeichen und im neuen Hologramm erscheint. Weitere Elemente im Hologramm der neuen Euro-Scheine sind das Tor des Hauptmotivs, das €-Symbol und die Wertzahl.

Ein drittes markantes Sicherheitsmerkmal der zweiten Serie ist die sog. Smaragdzahl auf der Vorderseite der Banknoten links unten. Beim Kippen der Banknote bewegt sich darauf ein Lichtband auf und ab. Je nach Blickwinkel verändert sich die Farbe der Zahl von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Grafik: Sicherheitsmerkmale des 5- und 10 Euro-Scheins der zweiten Euro-Banknotenserie (Europa-Serie) [+] Sicherheitsmerkmale des 5- und 10 Euro-Scheins der zweiten Euro-Banknotenserie (Europa-Serie) Grafik: Sicherheitsmerkmale der 20- und 50-Euro-Banknoten der zweiten Euro-Banknotenserie (Europa-Serie) [+] Sicherheitsmerkmale der 20- und 50-Euro-Banknoten der zweiten Euro-Banknotenserie (Europa-Serie)

Die 20- und 50-Euro-Banknoten der Europa-Serie weisen im Gegensatz zu den neuen 5- und 10-Euro-Noten ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal auf: ein Porträt-Fenster im Hologramm-Streifen. Hält man die Banknote gegen das Licht, wird es transparent und das Porträt der Europa erscheint darin von beiden Seiten. Auf der Rückseite sind beim Kippen im Fenster regenbogenfarbene Wertzahlen zu sehen.

Auch bei der zweiten Serie wird auf Vorder- und Rückseite der Banknoten ein Sicherheitsfaden als dunkler Streifen mit heller Schrift sichtbar, wenn man die Banknoten gegen das Licht hält. Darauf sind das €-Symbol und die Wertzahl der jeweiligen Banknote zu sehen.

Herstellung

Die nationalen Zentralbanken sind für den Druck der Euro-Banknoten zuständig. Hergestellt werden die Banknoten von staatlichen, aber auch von privaten Spezialdruckereien. Zur Sicherung der Banknotenqualität gilt in allen autorisierten Druckereien ein einheitliches Qualitätsmanagementsystem. Durch genaue Prüf- und Testverfahren wird die Einhaltung der Vorgaben kontrolliert. Um die  Kosten zu minimieren, lässt nicht jede Euro-Zentralbank alle sieben Notenstückelungen herstellen. Vielmehr sind die nationalen Zentralbanken jeweils nur für den Druck ausgewählter Banknoten verantwortlich. 2017 erteilt die Deutsche Bundesbank Druckaufträge für die 50-, 100- und 200-Euro-Banknoten. 

Welche Zentralbank die Banknoten in Auftrag gegeben hat, erkennt man bei der ersten Euro-Banknotenserie am Buchstaben vor der Seriennummer auf der Rückseite der Banknote (Ländercode).

Grafik: Die Herkunft der Euro-Banknoten [+] Die Herkunft der Euro-Banknoten

Bei den Banknoten der Europa-Serie befindet sich die Seriennummer ebenfalls auf der Rückseite. Die Langform ist schwarz und verläuft horizontal. Die Kurzform ist in einer anderen Farbe gehalten und verläuft vertikal. Die Langform besteht aus zwei Buchstaben, gefolgt von zehn Ziffern. Der erste Buchstabe gibt Auskunft über die Druckerei. Der zweite Buchstabe hat keine besondere Bedeutung; er ermöglicht lediglich weitere Seriennummern.

Weiterführende Informationen

Zusatzinformationen

Wie entsteht Geld? - Bargeld

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Das Kernthema einer jeden Notenbank ist das Geld. Doch wie kommt es eigentlich in die Welt? Dieser Frage geht die Bundesbank nach und beantwortet sie in einem Animationsfilm zum Thema Bargeld.