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Basel III

Als Basel III wird ein umfassendes Regelwerk für die Regulierung von Banken bezeichnet. Das Basel III-Regelwerk, das der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht im September 2010 beschlossen hat, schreibt die Basel II-Vorschriften fort, indem den Banken unter anderem vorgeschrieben wird, mehr und qualitativ höherwertigeres Kapital vorzuhalten als nach den Basel II-Regeln. Banken sollen damit deutlich besser in der Lage sein, etwaige Verluste zum Beispiel aus Kreditausfällen zu verkraften. Weitere Vorschriften betreffen die Liquiditätsausstattung der Banken, die Mindestgröße des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital (Leverage Ratio) und einen antizyklischen Kapitalpuffer, den die Aufsichtsbehörden bei Bedarf im Rahmen der makroprudenziellen Überwachung zur Verbesserung der Finanzstabilität einsetzen können. Die Basel III-Vorschriften sind wesentliche Bestandteile eines Richtlinien- und Verordnungspakets der Europäischen Union, das unter "CRD IV/CRR" bekannt ist (Capital Requirements Directive IV/Capital Requirements Regulation).