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Erfahrungsberichte

Direkteinsteiger Sebastian Dreisbach, Mitarbeiter im Bereich "Überwachung des Zahlungsverkehrs und der Finanzmarktinfrastrukturen"

Sebastian Dreisbach © Nils Thies Nach dem Abschluss meines Master-Studiums der Betriebswirtschaftslehre und einer mehrjährigen studienbegleitenden Tätigkeit bei einem großen Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche, bewarb ich mich für einen Direkteinstieg im höheren Dienst bei der Bundesbank. Als möglichen Arbeitgeber hatte ich die Bundesbank schon länger im Blick und wollte zunächst den "klassischen" Weg des Einstieges als Trainee oder Referendar suchen. Es kam dann allerdings anders, und ich fand eine Stelle für den Direkteinstieg, die eine hohe Nähe zu meinen Studienschwerpunkten und vor allem zu meinen praktischen Erfahrungen aufwies. Einige Wochen nach Einreichen meiner Bewerbung wurde ich dann zu einem mehrstündigen Auswahlgespräch eingeladen, welches unter anderem eine kurze Präsentation und eine schriftliche Ausarbeitung beinhaltete.

Heute arbeite ich bereits über zwei Jahre im Zentralbereich "Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme" und bin in der Überwachung und Analyse von sog. zentralen Gegenparteien, oder auch "CCPs", eingesetzt. Meine Tätigkeitsschwerpunkte gehen allerdings darüber hinaus, sodass ich beispielsweise auch an der Positionierung der Bundesbank in Fragen der Regulierung mitwirken kann. Zudem hat meine Stelle einen deutlichen internationalen Bezug. Dazu gehören die Zusammenarbeit und die Kooperation sowie ein ständiger Austausch mit internationalen Behörden und Organisationen.

Für den Bereich, in dem ich tätig bin, kann ich sagen: Wer einen abwechslungsreichen, verantwortungsvollen und international ausgerichteten Arbeitsplatz sowie einen fairen und zuverlässigen Arbeitgeber sucht, ist bei der Bundesbank richtig aufgehoben.

Direkteinsteigerin Dr. Tina Engler in den Bereich "Finanzstabilität"

Tina Engler © Nils Thies Nach meinem Studium der Wirtschaftsmathematik und dem Abschluss meiner Promotion informierte ich mich unter anderem auf einer Jobmesse in Nürnberg über meine Karrieremöglichkeiten. Dort hatte ich erstmals Kontakt mit der Bundesbank und wurde auf eine interessante und quantitativ ausgerichtete Stellenausschreibung des Zentralbereichs Finanzstabilität aufmerksam. Ich bewarb mich, erhielt eine Zusage und fing als Direkteinsteigerin bei der Bundesbank an. Seitdem arbeite ich in einer Abteilung, die sich mit der Überwachung und Analyse systemischer Risiken aus dem internationalen Finanzsystem beschäftigt. Unser Team beschäftigt sich unter anderem mit Auswirkungen von Regulierung auf die Verteilung von Risiken im Finanzsystem. Das Thema Regulierung von Banken stellte für mich zu Beginn echtes Neuland dar. Dank der Aufgeschlossenheit und Unterstützung meiner Kollegen/innen und themenspezifischer Fortbildungen konnte ich mich schnell in die Thematik einarbeiten und mich dafür begeistern. Das im Studium erlangte Verständnis von mathematischen Modellen sowie Programmierkenntnisse kann ich mittlerweile in unsere Risikoanalysen einfließen lassen. Diese dienen u.a. der Vorbereitung der Vorstände der Bundesbank für verschiedene nationale und internationale Gremien. Im Rahmen meiner Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB) konnte ich bereits Erfahrungen im internationalen Umfeld mit spannenden und aktuell diskutierten Themen sammeln.

Interview mit Eva Maria Lüdemann zu Ihrem Einstieg in den Bereich "Bankenaufsicht" bei der Bundesbank

Eva Lüdemann © René Zimmer Warum haben Sie sich für eine Karriere bei einer Zentralbank entschieden?

Durch meine Bankausbildung hatte ich schon vor dem Studium Berührungspunkte mit den Aufgaben einer Zentralbank. Bei der Deutschen Bundesbank kommt hinzu, dass es sich um eine der weltweit größten Zentralbanken handelt, die auch international stark vernetzt ist.

Warum haben Sie sich gerade für den Bereich "Bankenaufsicht" entschieden?

Viele Regulierungsvorhaben der Bankenaufsicht werden auf EU-Ebene oder sogar auf internationaler Ebene verhandelt, so dass die Arbeit insgesamt einen internationalen Fokus hat. Durch das Hinzukommen der Europäischen Zentralbank als Aufseher im vergangenen Jahr wurde dies verstärkt. Mir gefällt außerdem, dass es eine stetige Weiterentwicklung gibt und dadurch alles sehr dynamisch ist.

Welche Perspektiven haben Sie in diesem spezifischen Berufsfeld?

Die Perspektiven sind vielfältig. Der Bedarf an Mitarbeitern mit bankaufsichtlichen Kenntnissen ist auch aufgrund der zahlreichen Regulierungsvorhaben derzeit sehr hoch, die Jobaussichten daher entsprechend positiv. Innerhalb der Bundesbank gibt es neben internen Aufstiegsmöglichkeiten auch Möglichkeiten der Abordnung bzw. Entsendung ins In- und Ausland.

Welche Qualifikationen sollte ein/e Absolvent/in für Ihren Beruf mitbringen?

Wegen der Komplexität der Fragestellungen tauschen wir uns häufig mit Kollegen anderer Bereiche aus, daher ist Kommunikationsfähigkeit sicher eine wichtige Qualifikation. Da die Arbeitsbelastung sehr unterschiedlich ausfallen kann und häufig eine schnelle Beurteilung komplexer Sachverhalte notwendig ist, sind eine strukturierte Arbeitsweise und ein gewisses Maß an Flexibilität weitere wichtige Eigenschaften.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Da ich mich mit Grundsatzfragen zur Bankenunion - insbesondere zum einheitlichen Aufsichtsmechanismus - beschäftige, treten viele Fragen erstmalig auf. Neben der rein juristischen Arbeit, dem Verfassen von Vermerken und Erstellen von Hintergrundunterlagen für die Vorgesetzten und den Vorstand gebe ich auch interne Schulungen und vertrete die Bundesbank in einer Arbeitsgruppe bei der Europäischen Bankaufsichtsbehörde in London.