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Frankfurt am Main | 01.12.2017

Deutschland übergibt G20-Vorsitz an Argentinien

Deutschland hat den Vorsitz der "Gruppe der Zwanzig" zum
1. Dezember an Argentinien übergeben. Die Schwerpunkte der argentinischen Präsidentschaft im Finanzbereich werden in den Bereichen "Zukunft der Arbeit" und "Infrastrukturentwicklung" liegen.

Beim Thema "Zukunft der Arbeit" möchte das Land einen Dialog anstoßen, der sich mit den Auswirkungen des technologischen Wandels auf Produktivität, Wachstum sowie den Arbeitsmarkt auseinandersetzt. Den Bereich Infrastrukturentwicklung sieht Argentinien als Schlüssel zur Förderung von inklusivem Wachstum. Der nächste G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs findet im November 2018 in Buenos Aires statt. Das argentinische Finanzministerium und die Notenbank koordinieren im Rahmen von G20 die Agenda im Finanzbereich.

Wichtige Fortschritte erzielt

Im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft habe man im vergangenen Jahr wichtige Fortschritte erzielt, sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann bei einer Pressekonferenz am Rande der IWF-Jahrestagung in Washington im Oktober. "Ich finde, es ist ein wesentlicher Erfolg unserer ausgehenden G20-Präsidentschaft, dass es uns gelungen ist, im Rahmen der G20 eine Einigung auf einen Prinzipien-Katalog zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit herbeizuführen", sagte Weidmann. Erklärtes Ziel der deutschen Präsidentschaft war es, die Widerstandsfähigkeit nationaler Volkswirtschaften gegen wirtschaftliche Schocks zu stärken.

Um eine kontinuierliche Weiterentwicklung der G20-Agenda zu gewährleisten, arbeiten die aktuelle, die vorangegangene und die nachfolgende Präsidentschaft eng zusammen. Nach Argentinien wird im Dezember kommenden Jahres Japan die G20-Präsidentschaft übernehmen.

Über die G20

Die G20 ist das Hauptforum für die internationale wirtschafts- und währungspolitische Zusammenarbeit. Damit steht sie im Zentrum der viele Partner einbindenden, multilateralen Finanzdiplomatie.

Die G20 besteht aus den 19 bedeutendsten Industrie- und Schwellenländern sowie der Europäischen Union. Sie repräsentiert damit zwei Drittel der Weltbevölkerung. Gemeinsam stehen die Mitglieder für fast 90 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und für rund 80 Prozent des Welthandels.

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