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Frankfurt am Main | 19.03.2018

Der kräftige Aufschwung setzt sich fort

Nach Einschätzung der Bundesbank dürfte sich der kräftige Aufschwung der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres fortsetzen. So stieg die Industrieproduktion im Januar 2018 saisonbereinigt um ½ Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 1 ½ Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2017. Vor allem im Maschinenbau sowie bei der Installation und Reparatur von Maschinen und Ausrüstungen habe es erhebliche Produktionszuwächse gegeben.

Grund für die Zuwächse im gesamten Sektor seien die gut gefüllten Auftragsbücher der Unternehmen. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres hätten die Unternehmen ein deutliches Plus verbuchen können. Im Januar 2018 ging der industrielle Auftragseingang zwar gegenüber dem Vormonat um 3 ¾ Prozent zurück, insgesamt bewerten die Bundesbank-Fachleute die Auftragslage in der Industrie aber weiterhin als "sehr günstig".

Rege Baukonjunktur bleibt intakt

Trotz der sehr guten Auftragslage im Bauhauptgewerbe dürfte der Beitrag der Baubranche zur gesamtwirtschaftlichen Expansion im ersten Vierteljahr 2018 allenfalls verhalten ausfallen, heißt es im Monatsbericht. Dies sei auf beträchtliche Kapazitätsengpässe zurückzuführen, die einer zügigen Ausweitung der Bauaktivität im Wege ständen. Im Januar ging die Produktion im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 2 ¼ Prozent zurück. Grund dafür sei vor allem die gesunkene Bautätigkeit im Ausbaugewerbe gewesen. Trotz des Dämpfers im Januar dürfte die rege Baukonjunktur nach Einschätzung der Bundesbank aber weiterhin intakt bleiben.

Verbraucherpreise im Februar leicht gestiegen

Die Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im Februar nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Während Dienstleistungen einschließlich Mieten etwas teurer geworden seien, hätten die Preise für Energie und Nahrungsmittel geringfügig nachgegeben. Spürbar mehr mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher hingegen für Bekleidung zahlen. Insgesamt sank die Teuerungsrate im Vergleich zum Vorjahr aber von 1,4 auf 1,2 Prozent, weil die Preise für Nahrungsmittel im Februar 2017 kräftig gestiegen waren. Für März erwarten die Bundesbank-Fachleute eine deutlich anziehende Teuerungsrate, da mit den in diesem Jahr früher als 2017 beginnenden Osterferien die Reisepreise steigen dürften.

Starke Dynamik am Arbeitsmarkt

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist zu Beginn des Jahres 2018 nach Einschätzung der Bundesbank weiterhin sehr gut. Im Vorjahresvergleich nahm die Erwerbstätigkeit im Januar um 625.000 Personen und damit um 1,4 Prozent zu. Getragen wurde diese Ausweitung laut Monatsbericht von den sozialversicherungspflichtigen Stellen. Deren Anzahl sei von Dezember 2016 bis Dezember 2017 um 711.000 gestiegen.

Die Zahl der Arbeitslosen sank im Februar deutlich. Gegenüber Januar ging sie saisonbereinigt um 22.000 Personen auf 2,39 Millionen zurück. Im Vergleich zum Vorjahr waren 216.000 Personen weniger arbeitslos gemeldet. "Der verhältnismäßig kräftige Rückgang der Arbeitslosigkeit der letzten Monate dürfte auch damit im Zusammenhang stehen, dass die Zahl arbeitsloser Flüchtlinge nicht weiter stieg und damit die konjunkturelle Grundtendenz wieder stärker zum Vorschein kam", erklären die Expertinnen und Experten diese Entwicklung in ihrem Bericht. Aktuelle Indikatoren deuteten außerdem darauf hin, dass die Arbeitslosigkeit auch künftig weiter sinken werde.

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